Erfoolgsprämie
Weil Geschäfte so gut laufen: Deutsche Firma Liqui Moly zahlt Mitarbeitern bis zu 7.000 Euro
Aktualisiert:
von Michael ReimersBaden-Württemberg, Ulm: Michael Lipski transportiert am Stammsitz von Liqui Moly in der Produktion ein Fass.
Bild: Stefan Puchner/dpa
Wegen der Umsatz eine wichtige Marke übertroffen hat, lässt eine Ulmer Firma ihre Mitarbeiter:innen am Unternehmenserfolg teilhaben - zum bereits zweiten Mal.
Das Wichtigste in Kürze
Die Liqui Moly GmbH aus Ulm zahlt all ihren Mitarbeiter:innen auch 2026 eine Prämie in Höhe von jeweils bis zu 7.000 Euro.
Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Schmierstoffen, Motorenölen und Additiven spezialisiert.
Die 1957 gegründete Firma gehört zur Würth-Gruppe.
Vor einem Jahr knackte der Schmiermittel-Hersteller Liqui Moly aus Ulm die Milliarden-Marke beim Umsatz. Von der guten Unternehmensentwicklung profitierten auch die Beschäftigten, meldete damals die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Sie erhielten jeweils bis zu 7.000 Euro Prämie. Dasselbe Prozedere wiederholt sich dieses Jahr, da 2025 die Geschäfte ebenfalls prächtig liefen.
In einer aktuellen Pressemitteilung erklärte das Unternehmen nun, das vergangene Geschäftsjahr mit Höchstwerten in der Öl- und Additivproduktion abgeschlossen zu haben. "Ein politisch wie wirtschaftlich äußerst turbulentes Jahr schloss Liqui Moly mit einem Umsatzplus von acht Prozent ab", heißt es. Zwei Drittel dieses Umsatzes seien zwar im Ausland generiert worden, aber auch im Inland sei "ein überproportionales Wachstum" erzielt worden. "Diese Leistung honoriert die Geschäftsleitung mit einer Prämie."
Erneute Umsatzsteigerung und Produktionsrekorde
An dem guten Ergebnis habe die Belegschaft nicht nur Anteil, sondern solle sie auch partizipieren: "Bis zu 7.000 Euro Prämie bekommt jeder der inzwischen fast 1.300 Beschäftigten rund um den Globus", sagte Salvatore Coniglio, Geschäftsführer von Liqui Moly. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen, das zur Würth-Gruppe gehört, knapp 1.200 Mitarbeiter:innen.
2025 seien neue Produktionsrekorde aufgestellt worden, konstatierte Geschäftsführer Dr. Uli Weller, mit 119.000 Tonnen Öl, 40 Millionen Ölgebinde und 25 Millionen Additivdosen. „Um weiter wachsen zu können, ist am Standort Saarlouis der Ausbau der Produktionskapazität auf 160.000 Tonnen Öl geplant." Auch am Firmensitz in Ulm sollen durch zusätzliche Abfülllinien, Automatisierung und Digitalisierung weitere Produktionskapazitäten geschaffen werden.
Es läuft wie geschmiert bei Liqui Moly
Künftig solle ein Großteil der produzierten Waren in einem neuen Logistikzentrum im Ulmer Norden gelagert werden. Der Spatenstich für das größte Bauvorhaben in der Unternehmensgeschichte sei 2026 geplant.
Im Laufe des Jahres wolle Liqui Moly zudem drei neue Auslandsgesellschaften in China, in der Schweiz und in der Türkei gründen. "In diesen Ländern sind wir schon viele Jahre aktiv, wollen aber die Märkte besser durchdringen und die vorhandenen Potenziale besser ausschöpfen", so Salvatore Coniglio. Das Unternehmen verkauft seine Produkte in rund 150 Länder.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Liqui Moly: Pressemitteilung vom 29.01.2026
fr.de: "Deutsches Unternehmen steigert Umsatz und zahlt Mitarbeitern bis zu 7.000 Euro extra"
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