Junge aus Eritrea tot aufgefunden
Obduktion abgeschlossen: Yosef (14) aus Dormagen wurde erstochen
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von dpaDie Obduktion hat den Verdacht bestätigt. (Archivbild)
Bild: Vincent Kempf/dpa
Die Rechtsmedizin bestätigt: Der 14-jährige Yosef wurde umgebracht. Er starb an Stich- und Schnittverletzungen. Sein Tod bewegt Tausende.
Nach dem Tod eines 14-jährigen Jugendlichen in Dormagen südlich von Düsseldorf hat sich der Verdacht eines Tötungsverbrechens bestätigt. Die Obduktion des Jungen habe ergeben, dass dieser an Stich- und Schnittverletzungen starb, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Mordkommission "Waldsee" ermittelt bereits seit mehreren Tagen. Für Hinweise auf den oder die Täter sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
Die Leiche des 14-Jährigen aus Eritrea war am vergangenen Mittwoch an einem See in Dormagen südlich von Düsseldorf von einem Spaziergänger gefunden worden. Am Wochenende hatten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen an einem Trauerzug für den getöteten Jugendlichen teilgenommen.
Die Stadt Dormagen hatte sich zutiefst bestürzt gezeigt. Der 14-Jährige habe seit dem Jahr 2018 in Dormagen in einer städtischen Unterkunft gelebt. Er habe eine städtische Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen.
Stadt in Trauer
Auch der Fußballverein des Jugendlichen hatte seine Trauer ausgedrückt: "Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht", hieß es auf der Homepage.
Der 14-Jährige war am Mittwochmittag zuletzt lebend gesehen worden. Gegen 17.00 Uhr hatte dann ein Spaziergänger seine Leiche entdeckt. Nach übereinstimmenden Medienangaben von Reportern, die mit der Mutter des Jungen gesprochen haben, habe der ihr gesagt, nur kurz zu seinem Schützenverein zu gehen.
Ermittler:innen hatten bis in die Nacht hinein und am Folgetag akribisch Spuren am Fundort gesucht und gesichert. Für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte, hatte Staatsanwältin Janne Jakobek gesagt.
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