An einem See
Grausiger Fund in Dormagen: Spaziergänger entdecken Leiche von 14-Jährigem
Aktualisiert:
von Michael ReimersNach dem Leichenfund in Dormagen schließen Ermittler:innen ein Tötungsdelikt nicht aus.
Bild: Vincent Kempf/dpa
Spaziergänger:innen entdeckten die Leiche eines Teenagers am Ufer eines Waldsees. Der Körper weist Verletzungen auf – die Polizei schließt ein Tötungsdelikt nicht aus.
Das Wichtigste in Kürze
Ein 14-jähriger Junge ist tot an einem Waldsee in Dormagen gefunden worden, die Polizei geht von einem Kapitalverbrechen aus.
Eine Mordkommission ermittelt, Spuren am Fundort werden gesichert, die Obduktion steht noch aus.
Zeug:innen, die Hinweise zum Tathergang oder Täter geben können, werden dringend gebeten, sich zu melden.
Ein 14-jähriger Junge ist am Mittwochnachmittag (28. Januar) tot an einem Waldsee im Dormagener Ortsteil Hackenbroich entdeckt worden. Die Leiche des Jugendlichen wies Verletzungen auf, die laut einer Polizeisprecherin in Neuss auf ein Kapitalverbrechen hindeuten.
Eine Mordkommission mit dem Namen "Waldsee" hat die Ermittlungsarbeit aufgenommen. Im Laufe des Donnerstags (29. Januar) sollen Rechtsmediziner:innen bei einer Obduktion die genaue Todesursache sowie den Todeszeitpunkt feststellen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden keine näheren Angaben zur Art der Verletzungen gemacht.
Der Jugendliche stammte aus Eritrea und lebte in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen. Staatsanwältin Janne Jakobek betonte, dass der 14-Jährige völlig unbescholten gewesen sei.
Auch in den News:
Ein Spaziergänger entdeckte die Leiche des Jungen am späten Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr am Rand des Waldsees und alarmierte umgehend die Polizei. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen.
Die Ermittler:innen sicherten bis in die Nacht hinein Spuren am Fundort. Am Donnerstag wurde die Spurensicherung bei Tageslicht fortgesetzt. Bereitschaftspolizist:innen durchsuchten mit Stangen die Umgebung, während Polizeitaucher:innen eintrafen, um im See nach einer möglichen Tatwaffe zu suchen.
Bislang kein Verdacht auf rechtsextreme Tat
Die Obduktion war nach Angaben der Staatsanwältin am Donnerstagnachmittag noch nicht abgeschlossen. Die Mordkommission hat bereits mit der Vernehmung von Zeug:innen begonnen.
Bislang gibt es keine Anhaltspunkte für einen rechtsextremen oder rassistischen Hintergrund der Tat. Einen konkreten Tatverdächtigen konnten die Ermittler:innen noch nicht ermitteln. Auch ist unklar, ob dem Jugendlichen Wertsachen fehlen.
Die Polizei bittet dringend Zeug:innen, die Angaben zum Tathergang oder zum Täter machen können, sich zu melden. Die Eltern des Jungen wurden über den Tod ihres Sohnes informiert.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier neueste Folge ansehen
Mehr entdecken

Ukraine-Krieg
Trump teilt mit: Putin zu einwöchiger Feuerpause auf Kiew bereit

Edelmetall wird strategischer Rohstoff
Kupfer auf Rekordhoch: Das Metall der Energiewende

Produktrückruf-Ticker
Ist der noch gut? Käse-Rückruf bei Aldi

Im Bundestag
AfD-Chefin Weidel pocht auf radikalen Migrationsstopp

Nukleare Aufrüstung
Tabubruch von Fischer: Ex-Minister fordert europäische Atombombe

"In dieser Welt weht ein rauer Wind"
Regierungserklärung: Wie Merz eine "europäische Macht" aufbauen will
