Sinkende Bierverkäufe
Bierbrauer Heineken will sparen: Bis zu 6.000 Arbeitsplätze in Gefahr
Veröffentlicht:
von Jana WejkumHeineken will nach eigenen Angaben jährlich 400 bis 500 Millionen Euro sparen.
Bild: J. David Ake/AP
Bis zu eine halbe Milliarde Euro will die Brauerei jährlich einsparen. Dafür sollen Tausende Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsplatz räumen. Das ist bislang bekannt.
Der Bierbrauer Heineken kündigt einen radikalen Sparkurs an: In den nächsten zwei Jahren will das niederländische Unternehmen weltweit 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze streichen.
Mit den im Geschäftsbericht angekündigten Maßnahmen wolle der Hersteller jährlich 400 bis 500 Millionen Euro sparen. Die Nachricht kommt nicht überraschend: Bereits im Oktober war von Umstrukturierungen die Rede, um Kosten zu sparen.
Heineken setzt auf Digitalisierung
Man wolle betroffene Kolleg:innen angemessen unterstützen, heißt es im Bericht. Wann die Streichungen umgesetzt werden, unterscheide sich je nach Ort. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sind allein am Hauptsitz in Amsterdam 400 Stellen betroffen. In welchen Ländern konkret Stellen abgebaut werden sollen, ist nicht bekannt.
Heineken setzt auf die Digitalisierung und will etwa beim Marketing verstärkt Künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Auch einige Brauereien sollen den Betrieb einstellen.
Weltweit arbeiten rund 87.000 Menschen bei Heineken. Das Unternehmen ist in 190 Ländern aktiv.
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Rückläufiger Alkoholkonsum beeinflusst den Markt
Heineken erzielte 2025 einen Umsatz von rund 34,2 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro. Die Brauerei ist jedoch von den weltweit sinkenden Bierverkäufen betroffen. 2025 gibt der Hersteller an, rund 1,2 Prozent weniger Bier verkauft zu haben. Vor allem in Nord- und Südamerika sowie Europa schwächelt der Verkauf.
Laut aktuellen Daten ist ein Trend zu weniger Alkoholkonsum in Deutschland und weltweit zu beobachten. Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass in Deutschland etwa ein Liter weniger reiner Alkohol getrunken wird als vor zehn Jahren. Insbesondere junge Menschen greifen häufiger zu alkoholfreien Getränken.
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