99,91-prozentige Wahrscheinlichkeit
Ist Timmy wirklich tot? DNA-Proben des Buckelwals bringen jetzt neue Gewissheit
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Nach Timmy: Nächstes Wal-Drama in der Ostsee (14. August)
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Im Juli brachten zwei Gewebsproben erneutes Drama in die ohnehin aufgeheizte Stimmung um Buckelwal Timmy. Aufgrund der großen Abweichung der Daten sei nicht auszuschließen, dass der Wal noch lebt. Nun gibt es endlich Gewissheit.
Noch Monate nach seinem Tod rankten sich die Verschwörungstheorien um Deutschlands wohl bekanntesten Buckelwal. Trotz einer aufwändigen Obduktion des Kadavers vor der dänischen Insel Anholt äußerten Wal-Initiativen und Fans Zweifel an der Identität des Tiers: Was, wenn der tote Wal gar nicht Timmy ist?
Eine neue Laboruntersuchung soll nun nach Angaben der "Bild" (fast) endgültige Klarheit bringen.
Auch in den News:
"Ich kann nicht ausschließen, dass Timmy noch lebt"
Angefangen hatte alles mit einer Pressekonferenz Ende Juli. Dort stellte die Kleintierärztin Kirsten Tönnies die Auswertungen zweier Gewebeproben eines Labors in China vor. Die eine Probe sei dem Wal auf der Barge entnommen worden, die andere stamme vom toten Tier vor Anholt.
Das Ergebnis war für viele der Zuschauer:innen der Konferenz schockierend. Laut Tönnies seien die Abweichungen der beiden Proben so groß gewesen, dass sie möglicherweise nicht von derselben Tierart stammen. "Ich kann nicht ausschließen, dass Timmy noch lebt, finde das aber total unlogisch", soll die Tierärztin nach "Bild"-Angaben hinzugefügt haben.
Eine fundierte genetische Grundlage dieser Annahme habe allerdings gefehlt, heißt es weiter. Der Genetiker Prof. Dr. Bertram Brenig von der Universität Göttingen habe dies nun im Auftrag von Tönnies nachgeholt. "Die bereitgestellten Datensätze D1 und T1 wurden bioinformatisch auf eine mögliche Identität der Spurengeber untersucht", hieße es im "Bild" vorliegenden Untersuchungsbericht. Zur Erklärung: Laut den Informationen sei D1 die auf der Barge entnommene Probe, T1 entstamme dem Kadaver vor Anholt.
"Nach der Datenreduktion unter Anwendung üblicher Qualitätsstandards konnte eine Übereinstimmung der beiden Datensätze (..) von 99,91 Prozent ermittelt werden", so das Ergebnis. Damit ist der Tod des zuvor mehrmals in der Ostsee gestrandeten Buckelwals erneut festgestellt worden. Doch auch wenn Timmy nicht mehr im Meer herumschwimmt, bleibt definitiv die Erinnerung an ihn.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Bild: "Wal Timmy ist zu 99,91 Prozent tot"
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