Streit

Nach Infantinos geplatztem Investoren-Deal: UEFA will FIFA-Boss verklagen

Aktualisiert:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

FIFA feuert Infantinos Kritiker (18. August)

Videoclip • 55 Sek • Ab 12


Im Streit um Gianni Infantinos umstrittenen Investorendeal bereitet die UEFA ein Strafverfahren gegen den FIFA-Präsidenten vor. Damit droht Infantino nicht nur der Verlust seines Postens.

Infolge der Eskalation um den geplatzten WM-Investorendeal bereitet der europäische Fußball-Kontinentalverband UEFA nun juristische Schritte vor. Demnach fordert der Verband die FIFA und beteiligte Finanzinstitute zur Herausgabe von Dokumenten zu dem gescheiterten Investoren-Projekt auf. Dies geht aus einem 60-seitigen Dokument hervor, welches an ein Distriktgericht im US-Bundesstaat Florida übermittelt wurde. Dieses liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor.

Auch in den News:

Droht Infantino eine Haftstrafe?

Darin erhebt die UEFA Vorwürfe des Fehlverhaltens gegen Infantino – auch über den Streit um den Verkauf von WM-Anteilen hinaus. Im Kern geht es um den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Im Falle einer Verurteilung könnte Infantino der UEFA zufolge sogar eine Haftstrafe drohen. Somit könnte der Schweizer seinen Posten als FIFA-Präsident verlieren. Zuvor hatte Infantino jegliche Rücktrittsforderungen abgelehnt.

Zum Hintergrund: Gianni Infantino hatte an den FIFA-Gremien vorbei ein milliardenschweres Investorenmodell für die WM-Vermarktung herbeiführen wollen. In diesem Zuge hatte Infantino Pläne vorgelegt, Anteile an den kommerziellen Rechten der FIFA-Wettbewerbe (Männer- und Frauen-WM sowie Club-WM) an private Investor:innen zu verkaufen. Das hatte zu massiven Protesten vor allem aus Europas Fußball-Führungszirkel gesorgt. Infantino musste seine Pläne zurückziehen.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken