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NATO in Gefahr? CIA-Chef warnt Moskau

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

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CIA-Chef in Moskau – brisante Hinweise

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


CIA-Direktor John Ratcliffe ist überraschend nach Moskau gereist. Dort soll er Russland vor einer Eskalation gegenüber NATO-Staaten gewarnt und auch Forderungen mit Blick auf den Iran gestellt haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • CIA-Chef John Ratcliffe soll Russland vor einem möglichen Vorgehen gegen östliche NATO-Staaten gewarnt haben.

  • Bei den Gesprächen soll es auch um die russische militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran gegangen sein.

  • Der Kreml bestätigte Ratcliffes Besuch, ein persönliches Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe es jedoch nicht gegeben.

Mit einer deutlichen Warnung an Moskau ist CIA-Direktor John Ratcliffe offenbar nach Russland gereist. Nach Berichten des "Wall Street Journal" und von "Politico" machte der US-Geheimdienstchef bei seinen Gesprächen klar, dass Russland von einer Eskalation gegenüber NATO-Staaten absehen solle. Im Fokus standen demnach insbesondere die östlichen Bündnispartner Estland, Lettland und Litauen. Ratcliffe hatte Moskau am Dienstag überraschend besucht, Details zu den Gesprächen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Die Medien berufen sich auf mit dem Vorgang vertraute, nicht namentlich genannte Quellen. Neben der NATO soll auch der Iran eine Rolle gespielt haben. Ratcliffe habe die russische Führung aufgefordert, ihre militärische und finanzielle Unterstützung für Teheran zurückzufahren.


Kein Treffen mit Putin in Moskau

Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte unterdessen Ratcliffes Aufenthalt in der russischen Hauptstadt. Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen erklärte er, der CIA-Direktor sei zu Gesprächen "zwischen den Geheimdiensten" nach Moskau gereist. Ein persönliches Treffen mit Präsident Wladimir Putin habe es jedoch nicht gegeben. Für Ratcliffe war es offenbar die erste Moskau-Reise seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef. Zuletzt hatte 2021 mit William Burns ein Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes Russland besucht. Burns traf damals auch Putin und sollte im Auftrag von US-Präsident Joe Biden auf eine Deeskalation im Ukraine-Konflikt hinwirken. Wenige Monate später, am 24. Februar 2022, begann Russland seinen großangelegten Angriff auf die Ukraine.


CIA-Chef warnt Moskau vor Eskalation

Hintergrund der Warnung sind offenbar wachsende Sorgen in Washington über das weitere Vorgehen Russlands. Wie "CBS News" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtet, gehen aktuelle amerikanische Geheimdiensteinschätzungen davon aus, dass Kremlchef Wladimir Putin zunehmend zu Provokationen gegen NATO-Staaten bereit sein könnte. Dabei müsse es nicht zwingend um einen offenen militärischen Angriff gehen. Denkbar seien demnach auch Cyberattacken, hybride Operationen oder andere Aktionen, bei denen eine direkte russische Verantwortung schwer nachzuweisen wäre. Ziel könnte es laut den Einschätzungen sein, die Entschlossenheit des Bündnisses und der US-Regierung auf die Probe zu stellen.


Verwendete Nachrichten

Nachrichtenagentur dpa

CBS News: "U.S. intelligence agencies warn Putin could test NATO by authorizing provocative actions"

CBS News: "CIA Director John Ratcliffe warned Russia not to attack NATO during secretive trip"

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