Bundeswehr
Wehrdienst-Fragebogen: Union will auch Frauen verpflichten
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
CDU fordert Wehrpflicht auch für Frauen
Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Nach dem Willen der Union sollen auch Frauen zum Wehrdienst einberufen werden. Mädchen, die in Deutschland 18 Jahre alt werden, könnten demnach den Fragenbogen der Bundeswehr ebenfalls verpflichtend ausfüllen müssen.
Das Wichtigste in Kürze
Nicht nur Männer, sondern auch Frauen sollen in Deutschland künftig zum Wehrdienst eingezogen werden.
Das fordert die Frauen-Union.
Sie will einen entsprechenden Antrag beim CDU-Bundesparteitag Mitte Februar einreichen.
Die Frauen-Union hat die Forderung aufgestellt, den neuen Wehrdienst-Fragebogen der Bundeswehr auf Frauen auszuweiten. Sie sollen wie Männer ebenfalls zum Ausfüllen verpflichtet werden, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag Mitte Februar, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und der dpa vorliegt, verlangt die Frauen-Union, das jüngst beschlossene Modell der Freiwilligkeit beim Wehrdienst "umgehend weiterzuentwickeln".
In dem Antrag heißt es demnach, dass sowohl Frauen als auch Männer den Fragebogen "verpflichtend" ausfüllen sollten. Bislang erhalten ihn alle Jugendlichen in Deutschland, wenn sie 18 Jahre alt werden. Lediglich Männer müssen reagieren, Frauen können freiwillig antworten.
Auch Bereitschaft für sozialen Bereich soll abgefragt werden
Der Fragebogen soll zudem inhaltlich erweitert werden, heißt es weiter: Wer angibt, keinen Wehrdienst leisten zu wollen, soll nach dem Willen der Frauen-Union künftig gefragt werden, ob stattdessen Interesse an einem Einsatz im sozialen Bereich besteht. Das könne sowohl etwa die Kinder- und Jugendhilfe oder Altenhilfe sein oder der Zivil- und Katastrophenschutz.
Diese Daten sollen den Informationen zufolge an Wohlfahrtsverbände sowie Organisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) oder das Deutsche Rote Kreuz (DRK) weitergegeben werden. Diese könnten potenzielle Freiwillige dann gezielt ansprechen.
Wehrdienst-Modell 2026 erstmals in Kraft
Zum 1. Januar 2026 wurde in Deutschland ein neuer Wehrdienst eingeführt, der zunächst auf Freiwilligkeit setzt. Sollte es der Bundeswehr mithilfe des Fragebogens nicht gelingen, genügend Freiwillige für die Armee zu rekrutieren, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht vor.
Für diesen Fall fordern die CDU-Frauen laut dpa, frühzeitig Vorbereitungen auch für einen Ersatzdienst zu treffen und die Attraktivitätsanreize des Wehrdienst-Solds auf einen solchen Dienst zu übertragen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
rnd.de: "CDU-Frauen: Wehrdienst-Fragebogen erweitern und Frauen zum Ausfüllen verpflichten"
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