Mutmaßlicher Taucher
Sprengung der Nord-Stream-Pipeline: Zweite Festnahme – diesmal in Kroatien
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Nord-Stream-Verdächtiger ausgeliefert (27. Oktober 2025)
Videoclip • 01:11 Min • Ab 12
Ein zweiter Verdächtiger wurde im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipeline festgenommen. Fündig wurden die Ermittler:innen in Kroatien.
Ein zweiter Verdächtiger im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipeline ist in Kroatien festgenommen worden, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Zuerst hatte die "Tagesschau" berichtet. Laut Bundesanwaltschaft soll es sich bei Wolodymyr Z. um einen der Taucher handeln, die im September 2022 die Sprengsätze angebracht hatten. Hierfür fuhren die Attentäter mit einem Segelboot in die Ostsee und tauchten bis in rund 80 Metern Tiefe.
Der Mann war bereits 2025 in Polen lokalisiert worden. Damals hatte die polnische Justiz trotz entsprechender zwischenstaatlicher Vereinbarungen die Auslieferung verweigert – der Ukrainer kam wieder auf freien Fuß. Ermittler:innen fanden ihn nun in Kroatien. Seine Auslieferung soll beantragt werden.
Auch in den News:
Mutmaßlicher Drahtzieher im Urlaub gefasst
In der Nähe der dänischen Ostseeinsel Bornholm wurden beide Nord-Stream-Pipelines durch die Sprengung stark beschädigt. Der Gastransport war nach dem Vorfall 2022 nicht mehr möglich. Russisches Erdgas wurde über Nord Stream 1 nach Deutschland transportiert. Nord Stream 2 war noch nicht in Betrieb.
Das Gas-Leck war in der Ostsee nicht zu übersehen.
Bild: via REUTERS
Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Serhij K., wurde auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls an der Adria-Küste beim Familienurlaub festgenommen. Zur Rechenschaft wurde jedoch noch niemand gezogen. Vor einigen Wochen wurde gegen Serhij K. Anklage am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg erhoben.
Verwendete Quellen:
tagesschau: "Zweite Festnahme im Fall des Nord-Stream-Anschlags"
Nachrichtenagentur dpa
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