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CDU-Politiker Laumann nennt Spahns Rücktritt bei Lanz "eine Tragödie"

Veröffentlicht:

von Natascha Wittmann

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Unterhalt: Prien fordert SPD zu Kürzungen auf

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Der Rücktritt von Jens Spahn sei unausweichlich gewesen, findet Karl-Josef Laumann. Gleichzeitig fand der CDU-Politiker am Dienstagabend bei "Markus Lanz" nur warme Worte für seinen umstrittenen Parteikollegen.

In der Union dreht sich seit Wochen alles um ein Personalpaket, das viele überrascht hat: Bundeskanzler Friedrich Merz hat Kabinett und Partei kräftig umgebaut. Carsten Linnemann führt künftig das Gesundheitsministerium. Nina Warken zieht ins Kanzleramt. Thorsten Frei übernimmt nach Jens Spahn den Fraktionsvorsitz. Bei "Markus Lanz" wurde am Dienstagabend (18. August) nicht nur über Namen gesprochen, sondern darüber, was diese Wechsel über die Stimmung innerhalb der CDU aussagen.

CDU-Politiker Karl-Josef Laumann machte gleich zu Beginn klar, wie angespannt die Lage ist: "Es hat schon bessere Zeiten gegeben." Vor allem die Entwicklung um Spahn habe, so Laumann, "etwas ins Rutschen" gebracht. Gleichzeitig fand Laumann warme Worte für den zurückgetretenen Politiker und nannte ihn "einen sehr talentierten und durchsetzungsstarken Kollegen".

Persönlich sei der Rücktritt von Spahn deshalb für ihn mehr als nur ein normaler Vorgang im Berliner Polit-Betrieb - es sei "auch menschlich eine Tragödie". Trotzdem ließ Laumann keinen Zweifel daran, dass Spahns politischer Rückzug am Ende unvermeidlich war: "Wenn man als Politiker seine Glaubwürdigkeit verloren hat, dann war's das halt."

Journalist Robin Alexander setzte an einer anderen Stelle an - und zwar bei der Rechtslage: "Bestimmte Dinge kann man nicht heilen. Die Inanspruchnahme von Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Es gibt ein Gesetz und die Abgeordneten machen die Gesetze!" Lanz versuchte daraus die Frage abzuleiten, ob sich die CDU beim Thema Leihmutterschaft bewegt haben könnte. Laumann blieb jedoch ablehnend: "Eine Leihmutterschaft gegen Bezahlung - das kann ich mir nicht vorstellen, wie man das rechtfertigen soll."

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Karl-Josef Laumann: "Da wird einem ja angst und bange"

Für zusätzlichen Zündstoff sorgte Carsten Linnemanns Wechsel ins Gesundheitsressort. Lanz konfrontierte Karl-Josef Laumann als amtierenden NRW-Gesundheitsminister direkt: "Hat Sie irgendjemand gefragt, ob Sie das machen könnten?" Laumann verneinte dies deutlich und verwies auf seine Bindung ans Land: "Das weiß auch jeder, dass es bei mir sehr gute Gründe gibt, dass ich aus Nordrhein-Westfalen nicht wegwill."

Als Lanz weiter nachbohrte - "Sie hätten es nicht gemacht?" - wurde Laumann deutlich: "Nein, ich kann es aus Gründen, die ich hier nicht näher erläutern will, nicht machen. Das hat mit meiner privaten Situation zu tun." Auch auf eine erneute Nachfrage blieb er dabei: "Ich glaube, dass Friedrich Merz und ich uns so gut kennen, dass er ja auch weiß, was bei mir ist."

Lanz fokussierte sich daraufhin auf Carsten Linnemanns Kurswechsel. 2025 hatte dieser das Amt des Gesundheitsministers noch für sich ausgeschlossen. Laumanns Reaktion fiel lapidar aus: "Ich glaube, dass das in der Bevölkerung nicht sehr viele Leute interessiert." Für Lanz klang das nach Schönreden: "Entschuldigung, Herr Laumann! Das ist jetzt Autosuggestion, was Sie gerade machen!"

Laumann verteidigte seinen Kollegen Linnemann dennoch als jemanden, "der ein Ministerium führen kann". Er erklärte mit ernster Miene: "Gutes Regieren ist die einzige Chance, Vetrauen zurückzugewinnen." Lanz fragte schließlich, wie die Stimmung in der Partei sei. Laumanns Antwort mit Blick auf die jüngsten Umfrageergebnisse in Ostdeutschland? "Da wird einem ja angst und bange auch für unser Land."

Peter Neumann warnt: "Deutschland ist für Russland längst ein wirklich vorrangiges Ziel geworden"

Neben der Innenpolitik ging es in der Sendung auch um die internationale Sicherheit. Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bewaffneten Drohne am Leipziger Flughafen sagte Osteuropa-Expertin Sabine Adler: "Ich bin mir sehr sicher, dass Russland hinter diesem Angriff steckt." Politologe Peter Neumann ergänzte: "Deutschland ist für Russland längst ein wirklich vorrangiges Ziel geworden." Er warnte vor einer Entwicklung seit Kriegsbeginn: "Seit 2022 finden in Deutschland ganz viele dieser sogenannten gefährlichen Drohnenüberflüge statt. (...) Jetzt offensichtlich einer mit Sprengstoff."

Adler brachte es zugespitzt auf den Punkt: "Wer hat Deutschland als ausgewiesenen Gegner und Feind erklärt? Das ist Russland." Ihre Warnung? "Wir sind mittendrin in diesem hybriden Krieg." Peter Neumann forderte deshalb Konsequenzen: "Wir müssen uns überlegen - wie vergelten wir?" Er erklärte: "Vergelten bedeutet, dass man Abschreckung wiederherstellt." Auf Leipzig müsse laut des Experten dringend "eine Antwort Deutschlands" folgen, denn: "Gar nicht zu reagieren, ist etwas, was Schwäche signalisiert."

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