"Ein bisschen wärmer"
"Klima-Kult": Trump-Minister Wright rechnet mit Europas Umweltpolitik ab
Veröffentlicht:
von Joachim VonderthannUS-Energieminister Chris Wright kritisiert Europas Umweltpolitik als "Klima-Kult" mit negativen Folgen für die Energiepreise.
Bild: Ariana Cubillos/AP
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Europas "Klima-Kult" habe die Energiepreise unnötig in die Höhe getrieben. Dieser Meinung ist Trumps Energieminister Wright. Seinem Präsidenten bescheinigt er eine "harte Liebe" gegenüber dem alten Kontinent.
Das Wichtigste in Kürze
US-Energieminister Chris Wright kritisiert Europas Klimapolitik als "Klima-Kult", der Energiepreise steigen lässt.
Er sieht CO2-Emissionen nicht als bedrohlich und fordert einen pragmatischen Umgang mit Energiefragen.
Wright äußert sich auch zum angespannten Verhältnis von US-Präsident Trump zu den europäischen Staaten.
Donald Trumps Energieminister Chris Wright hat deutliche Kritik an Europas Klimapolitik geübt. In einem Interview am Dienstag beschuldigte er europäische Länder, durch einen übermäßigen Fokus auf die Bekämpfung des Klimawandels ihre Energiepreise massiv steigen zu lassen und gleichzeitig weniger Energie zu produzieren.
Wright sprach von einem "Klima-Kult", der die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Europäer:innen einschränke, wie n-tv berichtet. "Wir müssen beim Thema Energie einfach ernsthaft und nüchtern sein", forderte er. Seiner Ansicht nach verbessert Energie das Leben der Menschen und sollte nicht durch übermäßige Klimaschutzmaßnahmen limitiert werden.
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Trump-Minister: "Bisschen wärmer, bisschen grüner"
Auch die CO2-Emissionen sieht Wright nicht als bedrohlich an. Er bezeichnete sie vielmehr als "Nebeneffekt der modernen Welt", der dazu beitrage, "dass die Welt ein bisschen wärmer, ein bisschen grüner und ein bisschen nasser ist." Diese Aussagen stehen im starken Gegensatz zur europäischen Klimapolitik, die sich unter anderem auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen konzentriert, um die Erderwärmung einzudämmen.
Trumps "harte Liebe" für Europa
Die kritischen Worte des US-Energieministers kommen zu einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen Europa und den USA sehr angespannt sind Zuletzt sorgte ein Vorstoß von US-Präsident Trump für Unruhe, als er Besitzansprüche auf Grönland erhob, das zum NATO- und EU-Mitglied Dänemark gehört. Wright betonte jedoch, dass Europa sich trotz solcher Spannungen keine Sorgen machen müsse. "Washington bleibt ein starker Verbündeter", versicherte er.
Wright verteidigte Trumps "sehr aggressiven" Stil und erklärte, dass es niemals ernsthafte Absichten gegeben habe, Grönland zu übernehmen. Stattdessen sei diese Politik Ausdruck von "harter Liebe", um Europa dazu zu bewegen, eine stärkere Armee, ein effektiveres Energiesystem und eine robustere Wirtschaft aufzubauen.
US-Präsident sagt dem Klimaschutz den Kampf an
Die Äußerungen Wrights spiegeln die energiepolitischen Prioritäten der Trump-Regierung wider, die sich vom Klimaschutz zunehmend distanziert hat. US-Präsident Trump selbst bezeichnete den Klimaschutz wiederholt als "den größten Betrug weltweit" und setzt auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas. Der Wiederausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen, das den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad begrenzen soll, verdeutlicht diesen Kurs. Bereits in Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) hatten die USA dem Abkommen den Rücken gekehrt.
Zuletzt sorgte Trump erneut mit einer umweltpolitischen Entscheidung für Erstaunen und Kritik: Die US-Umweltbehörde EPA nahm vor rund einer Woche ihre wissenschaftliche Einschätzung zu den Gefahren von Treibhausgasen zurück. "Wir heben offiziell das sogenannte Endangerment Finding auf", sagte Trump, was ihm auch in Deutschland Kritik einbrachte. Es handele sich um die "größte Deregulierungsmaßnahme in der amerikanischen Geschichte", betonte der Republikaner.
Beim "Endangerment Finding" geht es um eine wissenschaftliche Feststellung der Umweltbehörde aus der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorgänger Barack Obama, wonach Treibhausgase eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen.
Die USA sind nach EPA-Angaben von 2020 nach China die zweitgrößten Verursacher von Treibhausgas. Auf Platz drei und vier folgen demnach Indien und die Europäische Union. Treibhausgase gelten als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels.
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Verwendete Quellen:
n-tv: "US-Energieminister Wright unterstellt Europa "Klima-Kult"
Nachrichtenagentur dpa
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