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US-Flagge über Grönland und Kanada: Trump zeigt Fotomontagen seiner Vision für eine neue Welt
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Trump leakt Chats von Macron und Rutte
Videoclip • 01:28 Min • Ab 12
Donald Trump lässt seinen Eroberungsfantasien auf Social Media freien Lauf. Die Bilder zeigen deutlich, wie der US-Präsident das Verhältnis zu seinen Verbündeten sieht.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Trump hat zwei Fotomontagen auf Truth Social veröffentlicht, die seine Ambitionen in Grönland und Kanada untermauern.
Die Bilder zeigen unter anderem eine Karte, auf der Kanada und Grönland US-Territorium sind, sowie eine US-Flagge, die Trump auf grönländischem Boden anbringt.
Es wird erwartet, dass sich Trump im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos zu seinen Plänen äußert.
Andächtig sitzen sie im Oval Office und lauschen dem Vortrag des US-Präsidenten Donald Trump: Keir Starmer, Giorgia Meloni und Ursula von der Leyen. Auch der Kopf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist zu erahnen. Und ist das hinter einem nachdenklich gestimmten Emmanuel Macron nicht die unverkennbare Frisur des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz? Sie alle sind dem Anschein nach in Washington zusammengekommen, um einem historischen Moment beizuwohnen: der Neuordnung der westlichen Hemisphäre.
Dieses Treffen ist kein reales Ereignis, sondern entspringt der Fantasie Donald Trumps. Er postete am Dienstag (20. Januar) eine Fotomontage auf seinem Truth-Social-Account. Im Hintergrund zu sehen: eine US-zentrische Karte, auf der die amerikanische Flagge sich nicht nur über die Vereinigten Staaten, sondern auch über Kanada und Grönland erstreckt.
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Auf Eroberungszug in Grönland
Dass Trump sich vermutlich wünscht, die Fotomontage möge noch in diesem Jahr zur Realität werden, zeigt ein zweites, am selben Tag gepostetes Bild. Wie auf einem imperialen Siegeszug stehen Trump, sein Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio in winterlicher Wildnis, offenbar im Begriff, die amerikanische Flagge in den Boden zu rammen. "Grönland, US-Territorium seit 2026" verkündet ein Schild im Vordergrund.
Trump hatte Anfang Januar betont, dass nicht das Völkerrecht, sondern nur seine "eigene Moral" ihn stoppen könne. Gegenüber Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre ließ Trump am Sonntag (18. Januar) durchblicken, dass Frieden in seiner moralischen Rangordnung keine Spitzenposition annimmt. "Obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken", schrieb er in einer Textnachricht. Steckt hinter Trumps aggressivem Vorgehen vor allem verletzte Eitelkeit?
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Stärke, Provokation und Machtfantasien
Die geposteten Bilder untermauern provokant, was Trump seit Wochen beinah täglich wiederholt: Der Besitz Grönlands ist seiner Meinung nach unverzichtbar für die USA. Kein Weg führe daran vorbei, ihm die zu Dänemark gehörige arktische Insel zu überlassen. Am selben Tag postete Trump über sein Telefonat mit NATO-Chef Mark Rutte: "Die Vereinigten Staaten von Amerika sind bei weitem das mächtigste Land auf der ganzen Welt." Nur sie seien dazu fähig, Frieden auf der Welt zu schaffen. Und das werde "recht einfach, durch Stärke getan".
Dänemark und Grönland, sowie zahlreiche NATO-Partner der USA lehnen Trumps anvisierten Kauf ab. Militärische Übernahmefantasien verurteilten sie aufs Schärfste. Trumps Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch (21. Januar) wird deswegen mit Spannung erwartet. Macrons Pläne, mit Trump per Textnachricht diskret ein Treffen der G7-Staaten in Paris zu organisieren, hatte der US-Präsident zuvor als Screenshots auf Social Media veröffentlicht.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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