250 Meter langer Spalt im Boden

Schweizer Dorf Chippis von Erdspalt bedroht: Kommt jetzt die Evakuierung?

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

Der Spalt am Berghang könnte für das Dorf Chippis verheerende Auswirkungen haben.

Bild: Laura Juliano/KEYSTONE/dpa


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Jeden Tag wächst die Kluft nahe des Schweizer Dorfs Chippis um wenige Millimeter. Doch die Auswirkungen könnten katastrophal sein.

Ein Riss an einem Hang im Schweizer Kanton Wallis hält das darunter gelegene Dorf Chippis in Atem. Die Bruchlinie hat inzwischen eine Länge von 250 Metern erreicht und ist zwischen 80 Zentimetern und einem Meter breit. Jeden Tag vergrößert sich der Spalt um zwei bis vier Millimeter. Das klingt nach wenig, hat aber potenziell zerstörerische Auswirkungen für das Dorf in der Ferienregion Val d'Anniviers unweit von Sierre/Siders: Sollte der Hang abrutschen, schätzen Geolog:innen, dass sich bis zu 500.000 Kubikmeter Erdmasse in Bewegung setzen könnten.

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Situation erinnert an Dorf Blatten

Unterhalb des Hangs liegt das Flussbett der Navizence, das bei einem Erdrutsch zugeschüttet werden könnte. Der Fluss fließt durch das Dorf Chippis und könnte dort für Überschwemmungen sorgen. Darum wird der Riss täglich überwacht. Sicherheitshalber bereiten Behörden eine Evakuierung des Dorfes mit rund 1.500 Einwohner:innen vor.

Im Mai 2025 geriet das ebenfalls im Kanton Wallis gelegene Dorf Blatten im Lötschental in die Schlagzeilen. Dort hatten sich schätzungsweise neun Millionen Kubikmeter Gestein und ein Gletscher gelöst und das Dorf größtenteils verschüttet. Die übrigen Häuser gingen in dem See eines gestauten Flussbetts unter. Einwohner:innen kamen nicht zu Schaden: Sie waren vorher in Sicherheit gebracht worden.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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