"Terroristische Bedrohung"
Angst vor ukrainischen Drohnen: Bei Putins Siegesparade rollen keine Panzer
Aktualisiert:
von dpa:newstime
Putins Siegesparade 2025: Angespannte Stimmung
Videoclip • 03:05 Min • Ab 12
Eigentlich nutzt Moskau den Tag des Sieges, um militärische Macht zu demonstrieren. Im Zuge des Ukraine-Kriegs bekommt Putin jedoch keine Panzer zu sehen.
Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen findet die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Die Vorführung von Militärtechnik am 9. Mai entfalle wegen der "operativen Lage", teilte das Verteidigungsministerium in der russischen Hauptstadt mit. "Vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohung werden natürlich Maßnahmen zur Minimierung der Gefahr getroffen", erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Verzicht auf Panzertechnik.
Stattdessen solle während der Fernsehübertragung der Parade der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt werden – auch im Krieg gegen die Ukraine und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte. Es bleibe beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz.
Bei der Abwehr der Moskauer Invasion hat die ukrainische Armee in den vergangenen Monaten ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland ausgeweitet.
Russland will militärische Stärke demonstrieren
Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945. Die Militärparade vor Präsident Wladimir Putin auf dem Roten Platz diente auch dazu, mit Interkontinentalraketen und modernen Panzern die Macht Russlands zu demonstrieren. Allerdings schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik auch in früheren Jahren. Zuletzt war 2007 keine Technik vorgeführt worden.
Eine weitere Gedenkaktion ist das sogenannte Unsterbliche Regiment, bei dem Russ:innen Porträts von Verwandten tragen, die im Krieg getötet wurden. Die Aktion soll in diesem Jahr regional je nach Sicherheitslage als realer Marsch oder online stattfinden.
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