Anlässlich der 250-Jahrfeier der USA
Limitierte Sonderausgabe: Trump-Porträt ziert bald US-Reisepässe
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Trump-Porträt auf US-Reisepässen
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Noch nie zuvor war ein amtierender US-Präsident in einem Pass abgebildet. Donald Trump ändert das: Pünktlich zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit sollen limitierte Jubiläumspässe mit seinem Gesicht ausgegeben werden.
Das Wichtigste in Kürze
Zum 250. Jubiläum der USA plant das Außenministerium eine exklusive Serie von Reisepässen.
Mit Donald Trumps Porträt, goldener Signatur und Jubiläums-Hologramm.
Kritiker:innen sehen darin weniger ein Fest der Demokratie als einen gefährlichen Personenkult.
Zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten plant das US-Außenministerium eine limitierte Serie von Reisepässen, die das Porträt von Präsident Donald Trump zeigen. Die Pässe sollen kurz vor dem Unabhängigkeitstag am 4. Juli im Passamt in Washington, D.C., ausgegeben werden und in der Hauptstadt vorübergehend als Standarddesign gelten. Online und in anderen Regionen bleibt das klassische Layout in Gebrauch.
Das neue Jubiläumsdokument ist reich an Symbolik: Trumps Bild orientiert sich am offiziellen Porträt seiner zweiten Amtszeit, im Hintergrund ist der Text der Unabhängigkeitserklärung von 1776 zu sehen. Zusätzlich ist im Inneren eine goldene Reproduktion von Trumps Unterschrift vorgesehen, auf der Rückseite ein kleines goldenes Hologramm der US-Flagge mit der Zahl 250. Nach Angaben des Außenministeriums wurden die Entwürfe seit Monaten geprüft und nun freigegeben, geplant sind etwa 25.000 bis 30.000 Exemplare.
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Spott für Trump in den sozialen Medien
Mit den Passplänen würde Trump als erster lebender US-Präsident in einem Reisedokument dieser Art erscheinen. Bisher finden sich in US-Pässen lediglich historische Präsidenten – etwa auf der Mount-Rushmore-Darstellung mit George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln sowie in Zitaten von Washington, Jefferson, Roosevelt, John F. Kennedy und Dwight Eisenhower. In Online-Debatten lösten die Entwürfe scharfe Kritik aus: Kommentatoren vergleichen die Inszenierung mit Praktiken in Autokratien. Das Weiße Haus konterte mit dem Hinweis auf frühere Sonderdesigns, etwa eine Metrokarte mit Barack Obama zur Amtseinführung 2009.
Auch in den News:
Wie Trump seinen Namen verewigen lässt
Die Pässe sind jedoch nur ein Baustein einer breiter angelegten Strategie, Trumps Namen und Gesicht im öffentlichen Raum zu verankern. So wurde das renommierte Kennedy Center in Washington in "Trump Kennedy Center" umbenannt, eine goldene Gedenkmünze zur Staatsgründung mit seinem Konterfei aufgelegt und die "Trump Gold Card" eingeführt, die zahlungskräftigen Ausländern gegen rund eine Million Dollar ein Visum mit Bleiberecht verspricht. Auch auf der Jahreskarte für die US-Nationalparks ist Trumps Porträt neben George Washington zu sehen.
Parallel arbeitet das Finanzministerium daran, Trumps Signatur auf neue 100-Dollar-Scheine zu bringen – erstmals seit 165 Jahren ohne Unterschrift des obersten Kassenverwalters. Sonst zierte stets die Unterschrift des amtierenden Chefs der US-Zentralbank Fed die frisch gedruckten US-Dollarscheine. Zudem werden Ein-Dollar-Münzen zum Jubiläum diskutiert, deren Entwürfe allesamt Trumps Konterfei zeigen und damit ein altes Kongressregelwerk zur Darstellung lebender Präsidenten umgehen würden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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