Unglück im Wallis
Nach Bergsturz in Schweizer Alpen-Dorf Blatten: Menschliche Überreste geborgen
Aktualisiert:
von dpaSuche per Hubschrauber: Zwischen dem 19. und 28. Mai 2025 stürzten mehrere Millionen Kubikmeter Gestein vom Kleinen Nesthorn oberhalb von Blatten ab.
Bild: Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa
Vor dem Gletscherabbruch im Schweizer Kanton Wallis war ein gefährdetes Dorf zwar geräumt worden. Ein Schäfer hielt sich aber außerhalb der markierten Gefahrenzone auf und wurde vermisst.
Suchtrupps haben einen Monat nach dem gewaltigen Gletscherabbruch im Schweizer Kanton Wallis Polizeiangaben zufolge menschliche Überreste im Katastrophengebiet gefunden. Die Identifizierung stehe noch aus. Vermisst wurde seit dem Unglück ein Schäfer (64).
Der Gletscherabbruch war durch Felsabbrüche am Kleinen Nesthorn ausgelöst worden. Das Material stürzte auf den Gletscher, der in der Folge zusammenbrach. Am 28. Mai 2025 stürzten Millionen Kubikmeter Eis, Fels und Geröll ins Tal und begruben praktisch das ganze Dorf Blatten unter sich.
Mehr Infos zum Leichenfund sehen Sie im folgenden Video:
Die rund 300 Einwohner:innen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden, weil sich Gefahr durch die Felsabbrüche angedeutet hatte. Der Schäfer hielt sich nach Medienberichten wahrscheinlich bei einem Stall außerhalb der Evakuierungszone auf, als das Unglück passierte. Der Schuttkegel bedeckte ein größeres Gebiet als Expert:innen zuvor gedacht hatten.
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