Discounter überrascht Kund:innen
Aldi schließt Filialen: Das steckt dahinter
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
Öko-Test und Stiftung Warentest im Vergleich
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
2026 schließen Aldi Nord und Aldi Süd vermehrt alte Filialen. Warum dieser Schritt Kund:innen letztlich zugutekommen könnte.
Das Wichtigste in Kürze
Aldi Nord und Aldi Süd schließen vermehrt alte Standorte, um sie zu modernisieren oder neue Filialen zu bauen.
Neue Filialen bieten mehr Platz, Nachhaltigkeit und innovative Konzepte.
Der Wandel spiegelt eine Neuordnung im Lebensmitteleinzelhandel wider.
Die Nachricht kam für viele überraschend: Aldi, einer der bekanntesten Discounter Deutschlands, schließt derzeit zahlreiche Standorte. Allein im März 2026 reduzierte sich die Zahl der Filialen bundesweit um acht. Doch hinter diesem Schritt steckt keine Krise, sondern ein klarer Plan, wie "Inside Digital" berichtet. Die Schließungen seien Teil eines umfassenden Wandels, der das Erscheinungsbild des Discounters nachhaltig verändern soll.
Auf Anfrage von :newstime erklärt Aldi Nord, man wolle die Zahl der Filialen nicht verringern, sondern im Gegenteil "in 2026 um bis zu 20 Filialen" wachsen. Mehr als 140 "Expansionsmaßnahmen" seien geplant. Weil dafür einige Filialen abgerissen und neu gebaut oder modernisiert werden, werde eine "temporäre Schließung dieser Filialen erforderlich".
Nur eine Filiale in Uelzen solle in diesem Jahr laut Aldi Nord ersatzlos geschlossen werden. Stattdessen werde "aus zwei Standorten in Uelzen ein großer und moderner Standort". Insgesamt betreibt Aldi Nord mehr als 2.220 Filialen in Deutschland.
Aldi macht alte Filialen dicht
Besonders betroffen von den Modernisierungen sind ältere Filialen aus den 1980er- und 1990er-Jahren, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Diese Altstandorte gelten als zu klein, unmodern und wenig komfortabel für den Einkauf. Aldi Nord teilt mit, dass sich die Expansionsmaßnahmen insbesondere auf "Metropolregionen, darunter Berlin, Hamburg und Bremen" konzentrierten. Dort werde der Discounter verstärkt "Filialen modernisieren, verlagern oder erweitern – auch in 2026".
So wurden bei Aldi Nord beispielsweise Filialen in Hamburg-Hamm, Bremen-Gröpelingen oder Berlin-Neukölln geschlossen. Einige dieser Standorte sollen nach Modernisierungsarbeiten wieder öffnen. Auch Aldi Süd verabschiedete sich von Standorten, unter anderem in Esslingen, Augsburg und Worms – wobei in Worms eine Standortfusion stattfand.
Neue Aldi-Märkte werden größer und nachhaltiger
Parallel zu den Schließungen eröffnet Aldi neue Märkte, die deutlich größer und zeitgemäßer gestaltet sind. Beispiele dafür sind die neuen Standorte in Stuttgart-Vaihingen, München-Riem oder Hannover. Diese Märkte setzen auf ein modernes Filialkonzept: mehr Platz für Frischeprodukte, Selbstbedienungskassen und Schnellladesäulen für Elektroautos auf den Parkplätzen. Nachhaltigkeit soll dabei eine zentrale Rolle spielen.
Branchenkenner:innen sehen in dieser Entwicklung eine gezielte Bereinigung des Filialnetzes. Bis 2027 wird erwartet, dass Aldi Nord und Aldi Süd etwa ein Prozent weniger Standorte betreiben. Gleichzeitig sollen diese jedoch moderner und besser ausgestattet sein, um den veränderten Kundenansprüchen gerecht zu werden.
Auch in den News:
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Verwendete Quellen:
Inside Digital: "Aldi schließt bundesweit Filialen: Diese Standorte sind betroffen"
Nachrichtenagentur dpa
Mehr entdecken

Weniger Ausfälle als erwartet
Pilotenstreik-Light bei Lufthansa? Sonderflugplan soll Auswirkungen deutlich abschwächen

Krieg im Nahen Osten
Iran-Ticker: Gibt "praktisch nichts mehr" zum Angreifen - Trump deutet erneut schnelles Kriegsende an

250 Meter langer Spalt im Boden
Schweizer Dorf Chippis von Erdspalt bedroht: Kommt jetzt die Evakuierung?

Interview über globale Sicherheitslage
Selenskyj warnt vor Drittem Weltkrieg und vergleicht Putin mit Hitler

Republikaner vor Midterms
"Massenabschiebungen": Republikaner verzichten auf Trump-Begriff

Ministerpräsident von NRW
Hendrik Wüst ist zum zweiten Mal Vater geworden




