Chemiekonzern im Rechtsstreit
Bayer-Aktie fällt: Reaktion auf Glyphosat-Vergleich
Veröffentlicht:
von Jana WejkumBill Anderson, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG: Der Konzern hat einen Sammelvergleich mit Glyphosat-Kläger:innen in den USA geschlossen.
Bild: Henning Kaiser/dpa
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Es geht um mehr als sieben Milliarden Dollar, mit denen Bayer weitere Klagen im Glyphosat-Streit abwenden will. Doch die Hochstimmung bei den Aktionär:innen ist nur von kurzer Dauer.
Es sollte eigentlich ein Befreiungsschlag sein: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer gab am Dienstag (17. Februar) bekannt, seine jahrelangen Rechtsstreitigkeiten mit einem Vergleich beilegen zu wollen. Grund dafür sind Vorwürfe zu mutmaßlichen Krebsrisiken eines glyphosathaltigen Unkrautvernichters.
Die Vereinbarung sieht vor, im Lauf von maximal 21 Jahren mit Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar sowohl jetzige als auch künftige Klagen beizulegen.
Am Dienstag quittierten Anleger:innen die Neuigkeiten mit einem Kursplus von sieben Prozent. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, stürzte der Aktienkurs am nächsten Tag prompt um 8,5 Prozent auf 45,14 Euro ab. Damit herrscht weiterhin verhaltene Stimmung: Vor seiner ersten Niederlage im Glyphosatverfahren vor fast acht Jahren war die Bayer-Aktie laut "WirtschaftsWoche" noch mehr als 90 Euro wert.
Tausende Geschädigte ziehen vor Gericht
Die Bayer-Tochter Monsanto bekam mehrere zehntausend Klagen in den USA. Grund sind mutmaßlich durch den Unkrautvernichter-Wirkstoff Glyphosat ausgelöste Krebserkrankungen. Bayer weist die Vorwürfe zurück und spricht laut "Tagesschau" davon, dass der Vergleich keinem "Schuldgeständnis" gleichkomme. Man verspreche sich vielmehr Planungssicherheit und Entlastung durch die kalkulierbaren Ausgaben.
Bill Anderson, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, wies am Dienstag darauf hin, dass fast alle Kläger:innen dem Vergleichsplan zustimmen müssen, damit er wirksam werden kann. Unabhängig davon steht nach Informationen der "WirtschaftsWoche" ein Grundsatzurteil des obersten US-Gerichtes noch aus.
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Verwendete Quellen:
WirtschaftsWoche: "Bayer-Aktie fällt – Vergleichs-Euphorie ist verflogen"
Tagesschau: "Bayer schließt milliardenschweren Vergleich"
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