Bezirksvorsitz in der Heimat

Jens Spahn gibt nach Leihmutterschaft-Skandal nächsten Posten auf

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von Christopher Schmitt

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Spahn bittet CDU um Entschuldigung (11. September)

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


Für Jens Spahn geriet die Diskussion um die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft zum politischen Fiasko. Nach dem Vorsitz der Unionsfraktion gibt er nun ein weiteres CDU-Amt auf.

Jens Spahn (CDU) zieht die nächste Konsequenz aus der öffentlichen Diskussion um seine Vaterschaft mit Hilfe einer Leihmutter. Nachdem der CDU-Politiker bereits den Vorsitz der Unionsfraktion im Bundestag abgegeben hatte, folgte nun der Bezirksvorsitz in seiner Heimat im Münsterland. Der 46-Jährige verzichtete bei einem CDU-Bezirksparteitag in Havixbeck auf die Kandidatur.

Spahn erklärte, ihm falle es schwer, nach 30 Jahren kein Amt in der CDU mehr zu bekleiden. Er habe aber Vertrauen enttäuscht, hierfür entschuldige er sich erneut. Daraufhin erhielt er langanhaltenden und wohlwollenden Applaus der Delegierten. In der anschließenden Aussprache wurde auf Wortmeldungen verzichtet.

Seinen Posten übernimmt mit NRW-Schulministerin Dorothee Feller eine Kandidatin, die Spahn selbst vorgeschlagen hatte. Mit 106 der 111 Stimmen (95,5 Prozent) wurde die Juristin und ehemalige Regierungspräsidentin in Münster zur neuen Parteivorsitzenden gewählt.

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Kein Amt für Spahn, aber politische Aufgaben

Spahn behält noch sein Bundestagsmandat. Unter anderem wird er künftig als Mitglied des Haushaltsausschusses arbeiten. Mit seinen Amtsniederlegungen reagiert der CDU-Politiker auf die scharfe Kritik, nachdem er und sein Mann durch eine Leihmutter in den USA ein Kind bekommen haben. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten und die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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