Kanzler-Krise

Merz erhält Zuspruch aus den Ländern: Ministerpräsidenten wollen "gemeinsam" aus der Krise

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von Christopher Schmitt

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Bleibt Merz? Kanzler-Krise vor den Wahlen

Videoclip • 01:45 Min • Ab 12


Die Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU) steht offenbar auf dem Prüfstand. Doch der CDU-Chef erhält Rückendeckung aus der eigenen Partei – und nun auch aus den Ländern.

Geht es weiter für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)? Nach den aufkommenden Personal-Spekulationen und Berichten über eine indirekte Vertrauensfrage haben acht Ministerpräsidenten dem Kanzler den Rücken gestärkt.

"Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten", schrieben sie in einer Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Neues Vertrauen in die Christdemokratie könne man demnach nur über Zuhören und politisches Handeln wecken, nicht über Personaldiskussionen.

In der Erklärung heißt es zudem: "Das politische Deutschland braucht jetzt mehr denn je Stabilität. In dieser Lage kommt es jetzt auf die Geschlossenheit, die Tatkraft und einen klaren Kurs der deutschen Christdemokratie an."

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Regierungschefs nennen drei Grundüberzeugungen

Dann führen die Länderchefs drei gemeinsame Grundüberzeugungen an:

  1. Deutschland brauche auch in Zukunft eine stabile und handlungsfähige Bundesregierung mit eigener Mehrheit im Bundestag. Demnach stehe die CDU seit ihrer Gründung wie keine zweite Partei für "das Erfolgsmodell der deutschen Koalitionsdemokratie". In einem geeinten Europa werde es angesichts der anstehenden Wahlen in anderen europäischen Ländern umso mehr "auf ein stabiles und starkes Deutschland" ankommen.

  2. Mit allen demokratischen Kräften sei die CDU Deutschlands zur Zusammenarbeit bereit.

  3. "Vertrauen wird wieder entstehen, wenn Politik die Probleme und Fragen löst, die die Menschen in ihrem Alltag beschäftigen", heißt es in dem Papier. Dies sei die feste Überzeugung der CDU-Ministerpräsidenten sowie "die gemeinsame Verantwortung aller Christdemokraten für unser Land". Deutschland brauche nun Verlässlichkeit und entschlossenes Handeln.

Selbst die Grünen-Chefin warnt

Nachdem sich bereits Kanzleramtschef Thorsten Frei hinter Merz gestellt hatte, ziehen nun also die Ministerpräsidenten nach. Selbst in der Opposition gibt es Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines Merz-Rückzugs: Grünen-Chefin Brantner warnte bei "Markus Lanz" vor einem Kanzler-Sturz.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

ZDF: Markus Lanz vom 15.09.2026

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