Erstes Interview
"Großes Problem": Papst kritisiert hohes Einkommen von Musk
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von Joachim VonderthannPapst Leo XIV. steht einer Gedenkfeier für die Märtyrer und Glaubenszeugen des 21. Jahrhunderts mit Vertretern anderer Kirchen und christlicher Gemeinschaften in der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom vor.
Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
Papst Leo hat sein erstes großes Interview seit seinem Amtsantritt im Mai gegeben. An hohen Managergehältern übt er darin scharfe Kritik.
Papst kritisiert zu hohe Managergehälter
Papst Leo XIV. hat die aus seiner Sicht überzogenen Gehälter von Top-Managern scharf kritisiert und dabei auf den Vergütungsplan für Tesla-Chef Elon Musk verwiesen. "CEOs, die vor 60 Jahren vielleicht vier- bis sechsmal so viel verdienten wie die Arbeiter, verdienen jetzt 600-mal so viel", sagte Leo in seinem ersten Medieninterview, aus dem die katholische Nachrichtenseite "Crux" am Sonntag (14. September) Auszüge veröffentlichte.
Einkommen wie die von Musk "großes Problem"
"Gestern gab es die Nachricht, dass Elon Musk der erste Dollar-Billionär der Welt sein wird", sagte er weiter. "Wenn das das Einzige ist, was noch einen Wert hat, dann haben wir ein großes Problem." Das Interview wurde den Angaben zufolge Ende Juli für eine noch zu veröffentlichende Biografie geführt.
UN-Diplomatie nicht ausreichend
Zudem warf der Papst den Vereinten Nationen vor, nicht mehr in der Lage zu sein, eine wirksame multilaterale Diplomatie zu fördern. "Die Vereinten Nationen haben, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, ihre Fähigkeit verloren, Menschen bei multilateralen Themen zusammenzubringen", sagte Leo.
Plötzlich auf Ebene eines Staatenlenkers
Zu seiner neuen Rolle erklärte er: "Der völlig neue Aspekt dieser Aufgabe ist, auf die Ebene eines Weltenlenkers geworfen zu werden." Nach seiner Einführung ins Amt habe er "schnell ins kalte Wasser springen" müssen. Er fühle sich gefordert, aber nicht überfordert. Der aus den USA stammende Leo war im Mai von den Kardinälen zum ersten US-Papst und Nachfolger von Papst Franziskus gewählt worden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
Nachrichtenagentur dpa
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