USA
Gouverneur Newsom: Strengere Regeln für Trumps "Geheimpolizei"
Veröffentlicht:
von dpaGegen den erklärten Willen von Gouverneur Newsom hat Trump am Wochenende seine Macht demonstriert und den Einsatz der Nationalgarde befohlen.
Bild: Rich Pedroncelli/AP/dpa
Im US-Bundesstaat Kalifornien gelten künftig strengere Regeln für Beamte von Einwanderungs- und anderen Bundesbehörden.
Gouverneur Gavin Newsom - ein Demokrat und lautstarker Kritiker von US-Präsident Donald Trump - unterzeichnete in Los Angeles ein Gesetzespaket, das unter anderem vorschreibt, dass Einsatzkräfte klar identifizierbar sein müssen. Das Tragen von Masken wird ihnen dabei weitgehend untersagt. Der Schritt dürfte in Washington als Einladung zu einer weiteren - und womöglich auch juristischen - Konfrontation mit dem Gouverneur verstanden werden. Es stellt sich die Frage, ob ein Bundesstaat überhaupt Beamten des Bundes so etwas vorschreiben kann - und, wie Kalifornien die neuen Vorschriften in der Praxis implementieren will. US-Medien zufolge sollen sie ab dem Jahreswechsel gelten.
Das Gesetzespaket sieht außerdem einen besonderen Schutz von Migrant:innen in Krankenhäusern und Schulen vor. Hintergrund ist, dass unter Trump Regelungen aufgehoben wurden, die solche Einrichtungen bisher weitgehend von Einsätzen der Einwanderungsbehörden ausgenommen hatten. Newsom begründete die Maßnahmen mit dem Schutz von Migrant:innen vor Trumps "Geheimpolizei", die Gemeinden terrorisiere.
Menschen- und Bürgerrechtler entsetzt über Razzien
Seit Wochen gibt es bei Razzien gegen Migranten in Los Angeles, aber auch in anderen Städten wie Chicago und Washington, immer wieder zahlreiche Festnahmen. Besonders das Vorgehen der Bundesbehörde ICE, die dem Heimatschutzministerium untersteht, sorgt bei Menschen- und Bürgerrechtlern für Entsetzen. In sozialen Medien kursieren Videos von oft vermummten Beamten, die in nicht gekennzeichneten Fahrzeugen durch Wohnviertel fahren.
Kritiker sprechen von "Entführungen" auf offener Straße. In manchen Fällen sei auch unklar, wohin die Betroffenen gebracht würden. Aktivisten haben dazu aufgerufen, Festnahmen zu filmen und Betroffene nach ihrem Namen sowie nach möglichen Familienangehörigen zu fragen, die informiert werden müssten.
Mehr News

Hier bettet es sich gut
Kopfkissen-Test: Diese Modelle verlieren schnell ihre Form

CDU-Beratungen
Union ringt um AfD-Kurs: Kritik an der "Brandmauer" wächst

Ehemaliger Ministerpräsident
Winfried Kretschmann nach Amtsende: "Bin in kein Loch gefallen"

Landkreis Oldenburg
Ganderkesee: 18-Jähriger und 16-Jähriger nach Unfall mit Pick-up schwer verletzt

Energiekrise
Putins Diesel für die USA: Deutschland zieht nicht mit

Nachbarhaus evakuiert
Großeinsatz in Dresden-Cossebaude: Brand eines Wohnhauses

Laut "Manager Magazin"
Schwarz verliert Spitzenplatz: Das sind die reichsten Deutschen

Wasserstand außergewöhnlich niedrig
Sinkender Bodensee-Pegel: Warum der Wasserstand so niedrig ist

Verbraucherorganisation
Was macht die Stiftung Warentest nach den Tests mit Produkten?

