Polit-Runde

"Caren Miosga": Darum geht es am Sonntag im Talk, das sind ihre Gäste

Aktualisiert:

von Michael Reimers

Caren Miosga ist seit 2024 Gastgeberin der Polittalk-Sendung "Caren Miosga", zuvor war sie Moderatorin der "Tagesthemen". (Archivbild)

Bild: IMAGO/HMB-Media/:newstime


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Machen Sie sich Sorgen um die Demokratie, Herr Gauck? Bei "Caren Miosga" diskutieren die Gäste darüber, wie Demokratie in Deutschland besser funktionieren kann.

Im Superwahljahr 2026 steht die Demokratie in Deutschland vor einer harten Probe. So konnte die in Teilen rechtsextreme AfD, die als demokratiefeindlich kritisiert wird, ihr Ergebnis in Baden-Württemberg auf 18,8 Prozent verdoppeln. In Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird, liegt sie in Umfragen bei fast 40 Prozent und mehr als zehn Prozent vor der CDU.

Angesichts dessen hat sich Alt-Bundespräsident Joachim Gauck bei einer Medienkonferenz in Hannover besorgt geäußert. Er gab jedoch Journalist:innen eine Mitschuld daran, dass die Demokratie immer stärker unter Druck gerät. Ihm behage die "Summe der vielen investigativen Berichte über die Mängel und Fehler" nicht, zitiert ihn das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es gebe viele Bürger:innen, "die angesichts der vielen negativen Zustandsbeschreibungen an der Qualität des Ganzen zweifeln".

Bei "Caren Miosga" spricht Gauck am Sonntag (15. März) darüber, was sich politisch und gesellschaftlich ändern muss, damit die Menschen wieder mehr Zuversicht in die Demokratie haben.

Suche nach einer "besseren" Vergangenheit in Krisenzeiten

Wenn Ereignisse wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die Gegenwart und Zukunft düster aussehen lassen, erscheint es verführerisch, sich auf die Vergangenheit zu besinnen.

Darum geht es in dem neuen Roman "Sanditz" des Schriftstellers Lukas Rietzschel. Wie der MDR zusammenfasst, verfrachtet Rietzschel dafür die düstere Krabat-Sage in die Gegenwart, nach Ostdeutschland. An einem fiktiven Ort in der Lausitz sehnen sich die Bürger:innen nach einer vermeintlich besseren Vergangenheit. Rietzschel spannt einen Bogen von der DDR bis in die Gegenwart und analysiert die Anziehungskraft der "guten alten Zeit".


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Mehr Demokratie durch Handlungsfähigkeit

Dass gewaltige Umbrüche wie Krieg und Klimawandel das Vertrauen der Bürger:innen in die Demokratie erschüttert haben, davon geht auch die Managerin Julia Jäkel aus. Ihr Ansatz ist weitaus praxisorientierter: Gemeinsam mit Thomas de Maizière, Peer Steinbrück und Andreas Voßkuhle gründete sie 2024 die "Initiative für einen handlungsfähigen Staat".

In ihrem Zwischenbericht erklären die Gründer:innen, es gehe ihnen weniger um einzelne Reformen, sondern um "Strukturen, die vorhanden sein müssen, damit Politik überhaupt glücken kann". Welche konkreten Änderungen, etwa bei der Gesetzgebung, in der Verwaltung, aber auch bei Klimaschutz und Sozialstaat, könnten das Vertrauen in den Staat wiederherstellen?

Darüber diskutieren die Gäste bei "Caren Miosga" am Sonntag um 21:45 Uhr im ARD-Livestream kostenlos auf Joyn!

Dieses Mal zu Gast:

  • Joachim Gauck (Bundespräsident a. D.)

  • Julia Jäkel (Managerin und Mitgründerin "Initiative für einen handlungsfähigen Staat")

  • Lukas Rietzschel (Schriftsteller)


Verwendete Quellen:

Pressemitteilung Das Erste

Nachrichtenagentur dpa

RND: "Alt-Bundespräsident Gauck nimmt Medien in die Pflicht: 'Mich befällt staatsbürgerliches Unbehagen'"

MDR: "Neues Buch von Lukas Rietzschel: Woher kommt die Sehnsucht nach der guten alten Zeit?"

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