"Gen Z regelt"-Demonstration
"Gen Z regelt": Alle Entwicklungen zu den Protesten in unserem Newsticker
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von Nadine von Parseval:newstime
Gen-Z-Proteste: Reul warnt vor Gewalt
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Die Initiative "Gen Z regelt" hat zu Demonstrationen in mehr als 30 deutschen Städten aufgerufen. Während die Organisator:innen friedliche Proteste ankündigen, sichern manche Geschäfte vorsorglich ihre Schaufenster. Wie verlaufen die Kundgebungen? Wo kommt es zu Polizeieinsätzen? Alle aktuellen Entwicklungen und Reaktionen im Live-Ticker.
Das Wichtigste in Kürze
Mehrere Geschäfte in Erfurt haben ihre Schaufenster vor einer Demonstration mit Holzplatten gesichert.
Für den Nachmittag ist eine "Gen Z regelt"-Demonstration mit 100 Teilnehmer:innen angemeldet.
Die Sicherheitsbehörden rechnen bislang nicht mit gewaltsamen Ausschreitungen.
Mehrere Schaufenster in der Innenstadt sind verbarrikadiert.
Bild: David Hutzler/dpa
11:57 Uhr: Hamburger Polizei bereitet Großeinsatz für "Gen Z regelt"-Demo vor
Auch in Hamburg stellt sich die Polizei auf die bundesweiten "Gen Z regelt"-Proteste ein. Für 14 Uhr ist in der Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto "Gegen Wehrpflicht – Gen Z regelt!" angekündigt. Erwartet werden laut Polizei zwischen 1.000 und 2.000 Teilnehmer:innen.
Obwohl die Einsatzkräfte von einem weitgehend friedlichen Verlauf ausgehen, sollen mehrere Hundertschaften und Drohnen zum Einsatz kommen. "Wer hingegen Ärger macht oder Straftaten begeht, muss mit einem konsequenten Einschreiten rechnen", erklärte ein Polizeisprecher.
Die Demonstration soll vom Jungfernstieg über die Mönckebergstraße bis zum Lohmühlenpark in St. Georg führen. Aus Sorge vor möglichen Ausschreitungen haben zahlreiche Einzelhändler am Neuen Wall ihre Schaufenster bereits am Freitag mit Holzplatten gesichert. Hintergrund sind unter anderem die gewaltsamen Jugendproteste in Frankreich. Wegen des Reformationstages bleiben die Geschäfte am Samstag ohnehin geschlossen.
Holzplatten statt Schaufensterauslagen: In der Erfurter Innenstadt haben sich mehrere Einzelhändler auf die angekündigten "Gen Z regelt"-Proteste vorbereitet. Obwohl die Behörden keine gewaltsamen Ausschreitungen erwarten, haben einige Geschäfte ihre Fenster vorsorglich verbarrikadiert.
Wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) beobachtete, wurden unter anderem die Schaufenster eines internationalen Sportartikelhändlers und einer Kosmetikkette nahe dem Anger mit frischen Holzplatten gesichert. In der Innenstadt waren zudem zahlreiche Polizeifahrzeuge zu sehen. Auch bei mehreren anderen Geschäften, darunter Juweliere, blieben die Rollläden geschlossen. Das dürfte allerdings vor allem am Reformationstag liegen, der in Thüringen ein gesetzlicher Feiertag ist.
"Gen Z regelt": Demonstration mit 100 Menschen angemeldet
Für den Nachmittag ist in Erfurt eine Kundgebung mit 100 Teilnehmer:innen angemeldet. Wie viele Menschen tatsächlich erscheinen werden, bleibt abzuwarten. Auf der Internetseite der Initiative "Gen Z regelt" sind zwar mehr als 10.000 Zusagen verzeichnet. Allerdings können Interessierte dort ohne weitere Überprüfung ihre Teilnahme bestätigen.
Hinzu kommt eine Unstimmigkeit beim Veranstaltungsort: Während die Initiative auf ihrer Homepage zu einer Demonstration am Domplatz aufruft, liegt der Stadt Erfurt lediglich eine Anmeldung für den Bereich rund um den Anger vor. Die Stadt und die zuständigen Sicherheitsbehörden gingen zuletzt nicht von gewaltsamen Ausschreitungen aus.
Proteste in mehr als 30 deutschen Städten geplant
Die Initiative "Gen Z regelt" hat bundesweit zu friedlichen Demonstrationen in mehr als 30 Städten aufgerufen. Im Mittelpunkt stehen soziale, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Forderungen. Die Organisator:innen setzen sich unter anderem für höhere Investitionen in Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie ein. Zudem verlangen sie Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, mehr soziale Gerechtigkeit und stärkeren Klimaschutz. Eine Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie den Ausbau staatlicher Überwachung lehnt die Bewegung ab.
Auch in den News:
Sorge vor Ausschreitungen nach Protesten in Frankreich
Dass einige Händler ihre Geschäfte vorsorglich sichern, dürfte auch mit den Erfahrungen aus dem Ausland zusammenhängen. Bei Protesten insbesondere in Frankreich war es zu gewaltsamen Ausschreitungen, Plünderungen und Brandstiftungen gekommen. Auch in Deutschland haben Einzelhändler deshalb mancherorts entschieden, ihre Geschäfte am Protesttag geschlossen zu halten. Sie befürchten mögliche Sachschäden oder andere Beeinträchtigungen. Für Erfurt gibt es nach Einschätzung der Behörden bislang jedoch keine konkreten Hinweise auf bevorstehende gewaltsame Ausschreitungen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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