Video-Aufnahmen
Donald Trump bezeichnet in Minneapolis erschossenen Pretti als "Aufwiegler"
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Minneapolis: Trauer um neues ICE-Opfer (25. Januar)
Videoclip • 02:12 Min • Ab 12
In einem Video ist der in Minneapolis erschossene Alex Pretti bei einer Auseinandersetzung mit ICE-Beamten zu sehen – elf Tage vor seinem Tod. Für Donald Trump ist das Ansehen des Getöteten "stark gesunken".
Für US-Präsident Donald Trump ist der von Bundesbeamten in Minneapolis erschossene Alex Pretti ein "Aufwiegler und vielleicht auch Aufständischer". Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social schrieb Trump, Prettis öffentliches Ansehen sei "stark gesunken".
Der Republikaner bezog sich damit auf Aufnahmen des Portals "The News Movement", die Pretti Tage vor seinem Tod zeigen sollen, verwickelt in physische Auseinandersetzungen mit ICE-Beamten.
In dem Video ist zu sehen, wie ein Mann in Richtung eines Behörden-SUVs spuckt und zweimal gegen das Einsatzfahrzeug tritt. Hierbei bricht ein Rücklicht heraus, anschließend wird der Mann von einem Bundesbeamten zu Boden gerungen und von weiteren umringt.
Seine Familie hat gegenüber dem US-Sender CNN bestätigt, dass es sich dabei um Pretti handelt. Jedoch bleibt offen, was vor und nach den Bildern passiert ist. Portal-Angaben zufolge stammen die Aufnahmen vom 13. Januar. Elf Tage später fielen die tödlichen Schüsse.
Trump lässt in seinem Post keinen Zweifel an seiner Bewertung der Situation: Pretti habe in dem Video einen "sehr ruhigen und beherrschten ICE-Beamten" angeschrien, ihm ins Gesicht gespuckt und "dann wie verrückt gegen ein neues und sehr teures Regierungsfahrzeug" getreten.
Ein Spucken ins Gesicht ist im Video nicht zu sehen. "Es war eine ziemliche Zurschaustellung von Missbrauch und Wut, für alle sichtbar, wahnsinnig und außer Kontrolle", erklärte der US-Präsident. Der ICE-Beamte sei hingegen ruhig und gelassen geblieben, was unter diesen Umständen nicht leicht gewesen sei.
Prettis Tötung löste landesweite Proteste aus
Pretti war am vergangenen Samstag (24. Januar) bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis erschossen worden. Infolge dessen kam es in der Stadt in Minnesota sowie in den gesamten Vereinigten Staaten zu Demonstrationen. Bruce Springsteen schrieb einen Song aus Protest gegen Trump und die ICE-Razzien. Gegenüber CNN unterstrich der Anwalt der Familie: Nichts, was Tage zuvor geschehen sei, hätte die Tötung des Krankenpflegers rechtfertigen können.
Der Bundesstaat Minnesota ist besonders im Visier der Trump'schen Abschiebepolitik. Seit Wochen gehen Bundesbehörden teils rabiat gegen Migrant:innen vor. Ihr Ziel: Die Festnahme von Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel – und deren Abschiebung einzuleiten.
Auch in den News:
Verwendete Quellen
Truth Social: Donald J. Trump
Nachrichtenagentur dpa
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