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Tod von Alex Pretti in Minneapolis: Video zeigt frühere Auseinandersetzung mit ICE-Beamten

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

:newstime

Pretti-Tötung: Grenzbeamte suspendiert

Videoclip • 33 Sek • Ab 12


Mehr als eine Woche vor seinem Tod geriet Pretti schon einmal mit der ICE-Behörde in Konflikt. Was die Aufnahmen zeigen und wie seine Familie darauf reagiert.

Elf Tage vor seinem Tod soll ein Video entstanden sein, das mutmaßlich den in Minneapolis erschossenen US-Bürger Alex Pretti bei einer Auseinandersetzung mit Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde zeigt. Das Portal "The News Movement" veröffentlichte die neuen Aufnahmen, auf denen zu erkennen ist, wie ein Mann gegen ein Auto tritt, sodass das Rücklicht des SUVs herausfliegt. Ein Beamter steigt daraufhin aus dem Auto, weitere kommen hinzu und bringen den Mann zu Boden.

Es sind laute Rufe umstehender Personen zu hören, offenbar versprühen Beamte Gas oder Rauch in die Menge. Der Mann, von dem seine Familie laut CNN inzwischen bestätigte, dass es sich um Pretti handelte, befreit sich aus dem Getümmel. An einer Stelle ist eine Schusswaffe zu sehen, die hinten in seinem Hosenbund steckt. Im Video scheint Pretti zu keinem Zeitpunkt nach der Waffe zu greifen. Ob die Beamten die Waffe gesehen haben, ist unklar.

Familie bestätigt Identität

Was vor oder nach dem Vorfall passiert, ist unklar. Ein zweites Video eines Zeugen zeigt die Szene aus einem anderen Blickwinkel. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP gibt der Zeuge an, mit Pretti gesprochen zu haben. Er habe sich um das Wohlergehen der Menschen vor Ort gesorgt. AP berichtet weiterhin, dass Pretti seiner Familie von dem Vorfall erzählt habe.

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Anwalt: Video rechtfertigt Tod nicht

Steve Schleicher, der Anwalt der Familie, sagte gegenüber CNN: "Nichts, was eine ganze Woche zuvor geschehen war, hätte die Tötung von Alex durch ICE am 24. Januar rechtfertigen können."

Der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti war bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis erschossen worden, während er am Boden lag. Das neu aufgetauchte Video soll auf einem Bürgersteig in unmittelbarer Nähe zu seinem Todesort aufgenommen worden sein. Es ist unklar, ob die darin auftauchenden Beamten dabei waren, als Pretti erschossen wurde. Die Heimatschutzbehörde unter Kristi Noem kündigte an, das Material zu untersuchen.

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