Energie
Gaspreise steigen: Private Neukunden zahlen bis zu 15 Prozent mehr
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Was passiert, wenn Iran die Straße von Hormus vermint? (12. März)
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Das Vergleichsportal Verivox zeigt: Gerade ist kein guter Zeitpunkt, um einen neuen Gasvertrag abzuschließen. Was gilt für Kund:innen der Bestands- und Grundversorgung?
Wer in diesen Tagen einen neuen Gasvertrag abschließen muss, hat Pech: Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox sind die günstigsten Neuverträge innerhalb weniger Tage im bundesweiten Schnitt um 15 Prozent teurer geworden. Durchschnittlich stiegen die Preise um 1,2 Cent pro Kilowattstunde. Ursache für den Anstieg ist der Iran-Krieg.
Ein Haushalt mit einem Gas-Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) zahlte laut Verivox noch im Februar noch rund 8,2 Cent pro kWh. Jetzt liegt der Preis im Bundesschnitt bei 9,4 Cent pro kWh. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den günstigsten Gastarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie.
Bestandskund:innen vorerst sicher
Laut Verivox-Energieexperte Thorsten Storck müssen sich Bestandskund:innen vorerst nicht vor Gas-Preiserhöhungen fürchten. Weil unklar ist, wie lange die Straße von Hormus, die für den Öl- und Gashandel bedeutend ist, noch gesperrt ist, steigen aber die Preise für den Großhandel – und für Neukund:innen.
Die Spannweite ist groß: In einigen Postleitzahl-Gebieten seien bei der Verivox-Analyse "sogar minimale Senkungen" bei den günstigsten Tarifen registriert worden. Während mancherorts das Gas um bis zu fünf Prozent günstiger werde, würden die Preise anderswo um bis zu 44 Prozent anziehen.
Auch in den News:
Bislang keine Preiserhöhungen in der Grundversorgung
Im örtlichen Grundversorgungstarif hat sich nach Angaben von Verivox bisher nichts getan. Der durchschnittliche Gaspreis liegt in diesen Tarifen im März bei etwa 13,4 Cent je Kilowattstunde.
In Europa ist das Erdgas seit Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar an der Börse um rund 65 Prozent teurer geworden. Der Krieg beeinträchtigt den globalen Markt für Gas und Öl stark, weil der Transport durch die Schiffsstraße von Hormus fast vollständig ausgesetzt ist. Im dortigen Persischen Golf liegen wichtige Förderregionen. Der Iran hat auf die Angriffe mit einer faktischen Sperrung der Meerenge reagiert.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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