Machtanspruch der USA
"Unüberwindlicher Widerstand": Kubas Präsident reagiert auf Trumps Übernahme-Drohung
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
Übernahme? USA erhöhen Druck auf Kuba
Videoclip • 33 Sek • Ab 12
Nach Trumps Aussagen über eine mögliche "Übernahme" Kubas schlägt Havanna Alarm. Präsident Díaz-Canel wirft den USA offenen Machtanspruch sowie wirtschaftliche Erpressung vor und kündigt Widerstand an.
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat scharf auf jüngste Äußerungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Auf der Plattform X erklärte der Staatschef, selbst im Extremfall werde Kuba jedem äußeren Angreifer "unüberwindlichen Widerstand" entgegensetzen. Die Aussagen folgten auf Spekulationen aus Washington über einen möglichen direkten Eingriff der USA in die politischen Verhältnisse auf der Karibikinsel.
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Machtanspruch aus Washington und Kubas Vorwurf eines Wirtschaftskriegs
Trump hatte zuvor angedeutet, die Vereinigten Staaten könnten Kuba "in irgendeiner Form übernehmen" oder "befreien". Er erklärte vor Journalist:innen, er könne faktisch tun, was er wolle. Auch US-Außenminister Marco Rubio forderte angesichts der schweren Wirtschaftskrise einen politischen Neuanfang. Laut US-Medienberichten sieht die Regierung in Washington Díaz-Canel demnach nicht als geeigneten Akteur, um die von Trump gewünschten wirtschaftlichen und politischen Veränderungen umzusetzen.
Díaz-Canel wiederum warf den USA einen gezielten Wirtschaftskrieg vor. Washington drohe fast täglich offen mit einem Sturz der verfassungsmäßigen Ordnung, schrieb er auf X. Die Pläne reichen aus seiner Sicht von der Kontrolle über Ressourcen bis zur wirtschaftlichen Erstickung des Landes, um eine Kapitulation zu erzwingen. Das jahrzehntelange US-Handelsembargo habe die Krise verschärft und wirke wie eine kollektive Bestrafung der Bevölkerung.
Auch in den News:
Besonders seit Trumps zweiter Amtszeit spitzten sich die Spannungen weiter zu. Mit Sanktionsdrohungen gegen Öllieferanten und der Blockade bestimmter Tanker, unter anderem aus Venezuela, wurde Kubas Zugang zu Energie zuletzt massiv eingeschränkt. Zugleich bestätigten beide Regierungen, dass trotz der scharfen Rhetorik weiterhin Gespräche zwischen Havanna und Washington liefen – ein diplomatischer Drahtseilakt in einer Phase wachsender Eskalation.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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