Während Blackout

Kuba im Visier: Trump spricht von "Übernahme" der Insel

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

:newstime

Schon wieder Stromausfall auf Kuba

Videoclip • 35 Sek • Ab 12


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Während der Strom auf der Insel mal wieder ausfällt, schickt Donald Trump Drohungen nach Havanna. Der US-Präsident spricht von "Übernahme" oder der "Befreiung" Kubas.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Donald Trump hat davon gesprochen, Kuba "übernehmen" oder "befreien" zu wollen.

  • Die provokanten Äußerungen fallen während eines großen Stromausfalls im Inselstaat.

  • Seit Jahrzehnten wird Kuba auch von einem US-Embargo gelähmt – zuletzt nahmen die Spannungen wieder zu.

US-Präsident Donald Trump hat mit Aussagen über eine mögliche "Übernahme" Kubas aufhorchen lassen. Der Republikaner erklärte vor Journalist:innen im Weißen Haus, er glaube, "die Ehre" zu haben, Kuba "in irgendeiner Form zu übernehmen" oder zu "befreien". Triump fügte hinzu, er könne "alles damit machen, was ich will". Konkrete Schritte oder Pläne nannte Trump nicht.

Die provokanten Äußerungen fielen zeitlich mit einem landesweiten Stromausfall in Kuba zusammen. Das sozialistisch regierte Land steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Misswirtschaft, Korruption und das jahrzehntelange US-Handelsembargo haben die Karibikinsel an den Rand des wirtschaftlichen Kollapses gebracht. Die Spannungen zwischen den USA und Kuba haben sich zuletzt weiter verschärft – auch wegen neuer US-Sanktionen.

Trump: "Gescheiterter Staat", "schöne Land"

Trump äußerte sich abfällig über den Zustand Kubas. Es handle sich um einen "gescheiterten Staat", der weder Geld noch Öl habe. Gleichzeitig bezeichnete er die Insel als "wunderschönes Land". Besonders hart trifft Kuba die US-Politik seit Trumps zweiter Amtszeit: Mit Sanktionsdrohungen gegen Energielieferanten und der Blockade venezolanischer Öltanker ist der Zugang zu dringend benötigtem Öl stark eingeschränkt. Für die Stromversorgung ist Kuba jedoch auf diesen Rohstoff angewiesen.

Unklar bleibt, warum Trump glaubt, leichtes Spiel zu haben. Kuba wird seit der Revolution von 1959 autoritär regiert, die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Andere Parteien sind nicht zugelassen. Viele Menschen auf der Insel kennen kein anderes politisches System – die Unterstützung für einen von den USA angestoßenen Umsturz dürfte begrenzt sein.

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Warum Venezuela eine große Rolle spielt

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington gelten seit fast 70 Jahren als belastet. Zusätzlichen Druck hat der politische Umbruch in Venezuela erzeugt: Mit der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro ist einer der wichtigsten Verbündeten und Öllieferanten Kubas weggefallen. Gleichzeitig bestätigten beide Seiten jedoch laufende Gespräche. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte demnach, Vertreter beider Länder suchten im Dialog nach Lösungen für bilaterale Differenzen. Trump hatte zuletzt erklärt, Kuba stehe "in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen."

Der wirtschaftliche Niedergang zeigt sich auch beim Stromnetz. Am Montag (16. März) kam es erneut zu einem landesweiten Blackout. Das Energieministerium teilte mit, man suche nach der Ursache und arbeite an der Wiederherstellung der Versorgung. In dem Land mit rund zehn Millionen Einwohner:innen bricht das veraltete Netz immer wieder zusammen. Die Regierung macht dafür vor allem das seit über 60 Jahren bestehende US-Embargo verantwortlich – während die politische Rhetorik aus Washington weiter Öl ins Feuer gießt.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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