Audioaufnahme aufgetaucht
CNN: Trump drohte Putin damit, Moskau zu bombardieren
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von Joachim VonderthannWladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, damals Präsident der USA, unterhalten sich auf dem G20-Gipfel in Hamburg im Jahr 2017.
Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Donald Trump wird eine gewisse Nähe zu Kremlmachthaber Putin nachgesagt. Jetzt soll eine Audioaufnahme von 2024 jedoch zeigen, dass der US-Präsident selbst berichtete, seinem russischen Gegenüber massiv gedroht zu haben.
Trump drohte Putin mit Angriff auf Moskau
Donald Trump soll Kremlchef Wladimir Putin mit der Bombardierung Moskaus gedroht haben. Das geht aus Audioaufnahmen eines privaten Treffens mit Wahlkampf-Spender:innen im vergangenen Jahr hervor, wie CNN berichtet. Dem US-Sender liegen die Aufnahmen nach eigenen Angaben vor. Demnach sagte Trump auf der Veranstaltung, er habe einmal versucht, Putin von einem Angriff auf die Ukraine abzuhalten, indem er drohte, als Vergeltung "Moskau in Grund und Boden zu bombardieren".
"Ich habe Putin gesagt: 'Wenn ihr in die Ukraine einmarschiert, bombardiere ich Moskau in Grund und Boden. Ich sage euch, ich habe keine Wahl'", zitiert CNN Trump aus der Audioaufnahme während einer Spenden-Veranstaltung im Jahr 2024. "Und dann sagte [Putin] so etwas wie: 'Ich glaube euch nicht.' Aber er hat mir zu 10 Prozent geglaubt."
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Auch militärische Drohung gegen Chinas Xi
Trump behauptete dem Bericht zufolge später, er habe auch dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine ähnliche Warnung vor einer möglichen Invasion Taiwans übermittelt und ihm mitgeteilt, dass die USA als Reaktion darauf Peking bombardieren würden. "Er dachte, ich wäre verrückt", sagte Trump CNN zufolge über Xi, bevor er anmerkte, dass "wir nie ein Problem hatten."
Die Gespräche mit Putin und Xi sollen bei den Spenden-Veranstaltungen von Trump angeführt worden sein, als er argumentierte, er hätte Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen verhindern können, wenn er anstelle von Joe Biden Präsident gewesen wäre. Das ist eine Aussage Trumps, die er immer wieder wiederholt.
Trump: Putin tischt uns "Blödsinn" auf
Trump preist sich oft als Friedensstifter und hatte sich zum Ziel gesetzt, mit Beginn seiner zweiten Amtszeit auch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine rasch zu beenden. Bislang aber ohne Erfolg. Nun äußerte sich Trump zunehmend verärgert über Putin. "Wir bekommen von Putin eine Menge Blödsinn aufgetischt", sagte Trump im Weißen Haus. "Er ist die ganze Zeit sehr nett, aber es stellt sich heraus, dass es bedeutungslos ist." Bereits am Montag (Ortszeit) hatte Trump sich für ein schnelles Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgesprochen und betont, dass er überhaupt nicht glücklich sei mit Putin.
USA schicken Verteidigungswaffen in die Ukraine
Putin behandele die Menschen nicht richtig, er töte zu viele Menschen, führte Trump nun aus. Deshalb würden die USA einige Verteidigungswaffen in die Ukraine schicken - er habe das genehmigt. Am Montag hatte das US-Verteidigungsministerium bekanntgegeben, dass es auf Anweisung Trumps zusätzliche Verteidigungswaffen an die Ukraine schickt. Die Ankündigung erfolgte knapp eine Woche nachdem bekanntgeworden war, dass die USA die Lieferung einiger bereits zugesagter Waffen an die Ukraine - darunter auch Flugabwehrraketen - zunächst gestoppt hatte.
Diese Äußerungen, die Trump im Zuge seiner Bewerbung um eine zweite Amtszeit machte, sind laut dem US-Sender auf mehreren Tonbändern von Spendenveranstaltungen für 2024 in New York und Florida festgehalten. Die Tonbänder seien bisher nicht veröffentlicht worden. Das Team von Trump habe es abgelehnt, sich zum Inhalt der Bänder zu äußern.
Verwendete Quellen:
CNN: "Trump said he threatened to bomb Moscow if Putin attacked Ukraine, 2024 fundraiser tapes show"
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