Wohl Kolumbianer erschossen
ICE-Einsatz im US-Bundesstaat Maine endet schon wieder tödlich
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerBei einem Schusswechsel mit Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) ist offenbar erneut eine Person getötet worden.
Bild: Gregory Rec/Portland Press Herald/AP/dpa
In den USA gehen die Abschieberazzien gegen Migrant:innen ohne gültige Papiere weiter. Erst vor wenigen Tagen kam dabei in Texas ein Mensch ums Leben. Nun gibt es einen neuen Vorfall in Maine.
Nur wenige Tage nachdem bei einem Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE im Bundesstaat Texas ein Mann getötet worden war, hat sich im nordöstlichen Bundesstaat Maine Berichten zufolge ein ähnlicher Vorfall ereignet. In der Stadt Biddeford habe es einen Vorfall gegeben, an dem ICE beteiligt gewesen sei, teilte die lokale Polizeibehörde mit. Sie sei darüber informiert worden und es sei dabei ein Mensch zu Tode gekommen, teilte die Gouverneurin von Maine, Janet Mills, mit.
Lokalen Bürgerrechtsorganisationen zufolge handelt es sich bei dem Getöteten um einen 26 Jahre alten Mann aus Kolumbien, der eine Arbeitserlaubnis in den USA hatte. ICE reagierte auf Anfrage zunächst nicht.
Mexikanischer Einwanderer in Mexiko erschossen
Erst vor wenigen Tagen hatte ein ICE-Beamter im texanischen Houston bei einem Einsatz einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums hatte dieser sich den Anweisungen der Beamten widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschließend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen. Daraufhin habe ein ICE-Beamter geschossen. Nach Angaben des Ministeriums handelte es sich folglich um Notwehr.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. In ähnlichen Fällen hatten zuvor Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen. Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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