Antrittsbesuch als Kanzler
Gratwanderung in China: Das will Merz in Peking erreichen
Veröffentlicht:
von dpaMerz appelliert in Peking an die gemeinsame Verantwortung Europas und Chinas.
Bild: Michael Kappeler/dpa
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Der Kanzler will die Abhängigkeiten von China vermindern, aber gleichzeitig die Beziehungen zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht nicht gefährden. Sein Besuch in Peking ist eine Gratwanderung.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu China ausbauen. "Ich lege großen Wert darauf, diese zu erhalten und auch zu vertiefen - überall wo das möglich ist", sagte er zum Auftakt seines China-Besuchs bei einem Treffen mit Ministerpräsident Li Qiang in Peking.
Merz betonte auch die Notwendigkeit, auf europäischer Ebene eng mit China zusammenzuarbeiten. "Wir tragen gemeinsam Verantwortung in der Welt und dieser Verantwortung sollten wir auch gemeinsam gerecht werden."
Es gebe "großes Potenzial für weiteres Wachstum" beider Volkswirtschaften, sagte Merz. Damit das gelinge, seien "offene Gesprächskanäle" nötig. Der Kanzler kündigte Besuche von Fachministern in den nächsten Monaten an. Es werde einen intensiven Austausch im Verlauf des Jahres geben.
Fünf Regierungsabkommen bei Merz-Besuch in China unterzeichnet
Nach dem Treffen wurden in Anwesenheit von Li und Merz fünf Regierungsabkommen unterzeichnet. Unter anderem vereinbarten beide Seiten eine Fortsetzung der Kooperation im Kampf gegen den Klimawandel sowie bei der Bekämpfung von Tierseuchen. Auch zwischen den Fußball- und Tischtennisverbänden wurden Vereinbarungen unterzeichnet.
Merz war am Vormittag (Ortszeit) zum ersten China-Besuch seiner Amtszeit in der Hauptstadt Peking eingetroffen. Li empfing ihn in der Großen Halle des Volkes mit militärischen Ehren.
Später will der Kanzler Präsident Xi Jinping zu einem Gespräch und Abendessen treffen. Dabei soll es vor allem um die wirtschaftliche Zusammenarbeit und sicherheitspolitische Themen wie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen. China gilt als wichtigster Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
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