"Nicht akzeptabel"
Erneut zwei Schiffe auf dem Schwarzen Meer attackiert – Bulgariens wendet sich an EU und NATO
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Bulgarien schlägt in der Ukraine-Politik einen neuen Kurs ein (15. Juli)
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Erst vergangene Woche wurden Schiffe in der Nähe der bulgarischen Küste angegriffen, nun kam es erneut zu einer Drohnen-Attacke.
Das Schwarze Meer entwickelt sich mehr und mehr zu einem Kriegsschauplatz direkt vor der Haustür der EU. Erneut sind zwei Handelsschiffe nach Angaben der bulgarischen Regierung mit Drohnen attackiert worden – diesmal in unmittelbarer Nähe bulgarischen Hoheitsgebiets und innerhalb der exklusiven Wirtschaftszone des Landes. Wie Ministerpräsident Rumen Radew der Nachrichtenagentur BTA zufolge erklärte, haben Behörden einen Such- und Rettungseinsatz gestartet.
Das ukrainische Schiff "Chelsea 3" geriet rund 33 Kilometer östlich des Küstenortes Bjala ins Visier der Angreifer: Drei Drohnen trafen das Schiff, 15 Besatzungsmitglieder konnten in Sicherheit gebracht werden, fünf von ihnen mit leichten Verletzungen.
Noch dramatischer verlief der zweite Angriff: Etwa 31 Kilometer vor dem Ort Krapez nahe der rumänischen Grenze wurde ein weiteres Schiff getroffen und vollständig versenkt. Ein Besatzungsmitglied wurde gerettet.
Auch in den News:
Radew verweist auf russische Interessen
Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew reagierte mit ungewöhnlicher Schärfe: Er berief den Sicherheitsrat des Ministerrates ein und kündigte an, die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanowa persönlich zum Gespräch einzubestellen. Die Angriffe seien "absolut inakzeptabel", erklärte Radew. Auch wenn eine eindeutige Täterschaft noch nicht zweifelsfrei feststehe, deute nach seinen Worten alles auf russische Interessen hin.
Bulgarien will nun die Überwachung seines Luftraums und des Meeres spürbar intensivieren. Ein Gespräch zwischen Radew und NATO-Generalsekretär Mark Rutte war für den Verlauf des Dienstags (13. Oktober) geplant. Zudem bat Sofia sowohl die EU als auch die NATO erneut um technische Unterstützung bei den Ermittlungen.
Von der Leyen: "Nicht akzeptabel"
Aus Brüssel meldete sich Ursula von der Leyen zu Wort. Die Attacken seien eine weitere Eskalationsstufe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, schrieb sie auf X, und die Schuldigen müssten die Konsequenzen tragen.
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Angriff auf Frachtschiffe bereits vor einer Woche
Bereits gut eine Woche zuvor waren im selben Seegebiet zwei Frachtschiffe attackiert worden, eines davon sank innerhalb weniger Minuten. Die zwölfköpfige Besatzung der unter togoischer Flagge fahrenden "Alfa Watan" wurde nach dem Untergang vermisst.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte Moskau für die Angriffe verantwortlich und sprach von einem gezielten russischen Versuch, den westlichen Teil des Schwarzen Meeres für die internationale Schifffahrt dauerhaft unpassierbar zu machen.
Das Schwarze Meer ist seit Monaten ein gefährliches Pflaster: Russland und die Ukraine haben die gegenseitigen Attacken auf Handelsschiffe seit dem Sommer schrittweise ausgeweitet. Dabei werden nicht nur die direkt am Krieg beteiligten Länder getroffen – auch Schiffe unter neutralen Flaggen geraten immer häufiger zwischen die Fronten.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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