Eingriff

Leo XIV. vor Lungen-OP: Eigener Trakt im "Krankenhaus der Päpste"

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Knoten entdeckt: Papst vor Lungen-OP (11. Oktober)

Videoclip • 01:03 Min • Ab 12


Rund fünf Kilometer von der Vatikanstadt entfernt liegt das "Gemelli" – das "Krankenhaus der Päpste". Hier unterzieht sich Leo XIV. einem Eingriff. Was die Klinik so besonders macht.

Erneut richten sich die Augen der gläubigen Katholik:innen in Richtung des Policlinico Universitario Agostino Gemelli. Hier im sogenannten "Krankenhaus der Päpste" lässt sich auch Leo XIV. operieren. Beim Pontifex wurde ein Knoten in der Lunge festgestellt. Am Dienstag (13. Oktober) soll er eingeliefert werden. Ob die OP noch am gleichen Tag stattfindet, ist bislang nicht bekannt.

Bereits seit Jahrzehnten nimmt sich die Klinik nordwestlich von Rom erkrankten Päpsten an. Sie wurde im Jahr 1964 gegründet, liegt etwa fünf Kilometer vom Vatikan entfernt und gilt als eines der besten Krankenhäuser Italiens. Insgesamt verfügt das Gemelli über 1.800 Betten.

Auch in den News:

Papst bekommt eigenen Bereich im Krankenhaus

Dem Pontifex wird traditionell sogar ein eigener Trakt freigehalten. Er beinhaltet neben einem Apartment mit Krankenzimmer auch mehrere Salons, eine Kapelle, eine Küche sowie einen Besprechungsraum. Beamte der vatikaneigenen Gendarmerie sind für die Sicherheit zuständig. Voraussichtlich wird sich Leo XIV. etwa eine Woche lang in diesem Trakt von den Strapazen erholen.

Schon Johannes Paul II. wurde hier behandelt – nun wird Papst Leo XIV. im Gemelli operiert.

Bild: AP Photo/Andrew Medichini


Franziskus' letzte Behandlung war im Gemelli

Die Tradition der päpstlichen Behandlungen im Policlinico Universitario Agostino Gemelli wurde durch Johannes Paul II. begründet. Insgesamt zehnmal musste er als Patient in dieses Krankenhaus, erstmals nach dem Attentat auf ihn im Jahr 1981. Johannes Paul II. war seine letzten Lebensjahre lang oft gesundheitlich angeschlagen und verbrachte viel Zeit in der Klinik.

Leos direkter Vorgänger, Papst Franziskus, ließ sich ebenfalls öfter dort behandeln. Zuletzt musste er im Frühjahr 2025 fünf Wochen wegen einer beidseitigen Lungenentzündung auf der Papst-Etage verbringen. Er starb einen Monat nach seiner Entlassung im Vatikan.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken