Tödlicher Unfall auf den Gleisen
Ahaus: Prozessauftakt für Kollision von Krankenwagen und Zug
Veröffentlicht:
von Andrea E.Unter den 100 Fahrgästen des Zuges gab es zwei Leichtverletzte. (Symbolbild)
Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Nach einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Krankenwagen in Ahaus beginnt heute der Prozess gegen die damalige Fahrerin. Der seinerzeit 18-Jährigen wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Das Wichtigste in Kürze
Eine 88-jährige Patientin starb durch den Zusammenprall.
Der Krankenwagen hatte wegen eines medizinischen Notfalls auf dem Bahnübergang angehalten.
Verhandelt wird vor dem Amtsgericht Borken.
In Ahaus war vor rund einem Jahr ein Krankenwagen des DRK bei einer Verlegungsfahrt ohne Blaulicht mit einem Zug zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich am 30. September 2025. Laut der Anklageschrift hatte die Fahrerin angehalten, weil sich der Zustand der transportierten 88-jährigen Patientin akut verschlechtert hatte und ein medizinischer Notfall vorlag.
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Krankenwagen hält auf Bahnübergang in Ahaus
Der Krankenwagen kam direkt auf einem Bahnübergang zum Stehen. Während sich die Rettungskräfte um die Patientin kümmerten, schlossen sich die Schranken. Ein herannahender Regionalzug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte gegen das Fahrzeug.
Patientin stirbt bei Zusammenstoß
Die beiden Rettungssanitäter im hinteren Teil des Krankenwagens konnten sich kurz vor der Kollision mit einem Sprung aus dem Fahrzeug retten. Die Fahrerin und die Patientin befanden sich noch im Wagen. Laut einem Gutachten starb die 88-Jährige noch an der Unfallstelle an den Folgen des Zusammenpralls.
Prozess vor dem Amtsgericht Borken
Die Fahrerin, die beiden Rettungssanitäter sowie der Lokführer und ein Fahrgast wurden bei der Kollision leicht verletzt. Im Zug befanden sich rund 100 Menschen. Die Staatsanwaltschaft klagte die damals 18-jährige Rettungshelferin und Krankenwagenfahrerin wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr an.
Heute beginnt der Prozess vor dem Amtsgericht Borken. Am Regionalzug entstand nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Schaden von rund 200.000 Euro, der Krankenwagen wurde vollständig zerstört.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
WDR: "Prozess gegen junge Krankenwagenfahrerin"
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