Grönland-Konflikt
"Baltic Sentry" als Vorbild: Dänemark will dauerhaften NATO-Stützpunkt auf Grönland
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von dpaIm Konflikt um Grönland und die Sicherheit in der Arktis hat Dänemark die Nato um eine dauerhafte Präsenz auf der Insel gebeten.
Bild: Julia Wäschenbach/dpa
Im Baltikum und der Ostsee ist sie bereits vorhanden – nun fordert Dänemark angesichts des Konflikts um Grönland eine verstärkte NATO-Präsenz auf der Arktisinsel.
Das Wichtigste in Kürze
Dänemark fordert eine dauerhafte NATO-Präsenz auf Grönland, inspiriert von der NATO-Mission "Baltic Sentry" in der Ostsee und im Baltikum.
Der Vorschlag wurde von der dänischen Regierung und Grönlands Außenministerin in Brüssel positiv aufgenommen.
Angesichts der Bedrohungen durch die USA verstärkt Dänemark bereits seine militärische Präsenz auf Grönland mit Unterstützung europäischer NATO-Partner:innen.
Im Konflikt um Grönland und die Sicherheit in der Arktis hat Dänemark die Nato um eine dauerhafte Präsenz auf der Insel gebeten. Vorbild dafür könnte die verstärkte Nato-Präsenz in der Ostsee und im Baltikum sein, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen laut der Nachrichtenagentur Ritzau.
Damit präzisierte sie einen Vorschlag, den der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt Nato-Chef Mark Rutte am Montag (19. Januar) gemacht hatten. Bei dem Treffen in Brüssel sei "eine stärkere Nato-Strategie positiv aufgenommen" worden, sagte Frederiksen demnach.
Trump macht Dänemark Sicherheitsvorwurf
Die Nato-Mission "Baltic Sentry" konzentriert sich auf die Sicherung der Ostsee. Das Verteidigungsbündnis hatte damit im vergangenen Jahr auf wiederholte Angriffe auf die kritische Infrastruktur unter Wasser reagiert. Das Konzept lasse sich auf die Arktis übertragen, sagte Frederiksen laut Ritzau.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt mit der Annexion der Arktisinsel gedroht – und dabei betont, dass Dänemark nicht ausreichend für Sicherheit in und um Grönland sorgen könne.
15 Bundeswehrsoldaten kurzzeitig in Grönland
Angesichts der angespannten Situation verstärkt Dänemark derzeit seine militärische Präsenz in Grönland. In der vergangenen Woche waren außerdem Soldaten aus mehreren europäischen Nato-Ländern – darunter auch 15 Bundeswehr-Soldaten – zu einer mehrtägigen Erkundungstour in dänischer Regie auf der Insel. Deutschland hat Grönland und Dänemark gemeinsam mit anderen Bündnispartnern seine volle Solidarität ausgesprochen.
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