Er warnt vor China u. Russland
"Auf die einfache oder harte Art": Trump besteht auf Grönland
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von dpa:newstime
Trump warnt vor China und Russland
Videoclip • 01:31 Min • Ab 12
Trump bekräftigt US-Ansprüche auf Grönland und rechtfertigt sie mit der Gefahr durch China und Russland – ähnlich wie in Venezuela, wo sich die USA Zugriff auf Öl und politische Kontrolle sichern wollen.
Das Wichtigste in Kürze
Donald Trump will die größte Insel der Erde unter seine Kontrolle bringen.
Nun behauptet er: Wenn die USA es nicht täte, würden andere Länder Grönland einnehmen.
Die Übernahme Grönlands könne laut Trump im Rahmen eines Deals oder "auf die harte Art und Weise" geschehen.
US-Präsident Donald Trump hat seinen Gebietsanspruch auf Grönland bekräftigt und mit einer Bedrohung durch China und Russland gerechtfertigt. Die USA würden etwas mit Blick auf Grönland unternehmen, ob das gefalle oder nicht, sagte der Republikaner im Weißen Haus. "Denn wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben", betonte Trump.
Trump droht Grönland
Er würde gerne einen Deal machen, "aber wenn wir es nicht auf die einfache Art und Weise tun, werden wir es auf die harte Art und Weise tun". Die USA müssten Grönland verteidigen, sagte Trump.
Der US-Präsident hatte zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass er die offiziell zum NATO-Partner Dänemark gehörenden Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf deren große strategische Bedeutung und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Aufsehen und Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bislang auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland erlangen. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner.
Auch bei Venezuela verweist Trump auf China und Russland
Bei einem Treffen mit Vertretern von Ölkonzernen im Weißen Haus rechtfertigte Trump nun auch das US-Vorgehen in Venezuela mit einem Verweis auf China und Russland. Ohne die USA, "wären China und Russland dort gewesen", sagte er. Zugleich gab sich Trump mit Blick auf den Verkauf von Öl offen für Geschäfte mit den beiden Ländern.
Bereits zuvor hatten die USA klargemacht, dass sie sich langfristig den Zugriff auf venezolanisches Erdöl sichern wollen. Trump erwartet nach eigenen Angaben, dass die USA über Jahre hinweg Venezuela führen und die riesigen Ölreserven dort fördern werden. Auch Ansprüche auf Einnahmen aus dem Export venezolanischen Öls haben die Vereinigten Staaten angemeldet. Am vergangenen Wochenende hatten Streitkräfte der USA Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und sie in die USA gebracht.
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