Konflikt um Arktisinsel

Nach Trumps Zoll-Drohung: Bundeswehr verlässt Grönland wieder

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von dpa

Erst am Freitag angekommen: Die Bundeswehr zieht ihr Erkundungsteam aus Grönland wieder ab.

Bild: Julia Wäschenbach/dpa


Schnelles Ende einer Erkundungsmission. Trump fordert Grönland für die USA, einige Nato-Staaten schickten Soldaten auf die Arktisinsel – jetzt ziehen die Deutschen schon wieder ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundeswehr beendet ihren Einsatz in Grönland schneller als geplant.

  • Das Erkundungsteam mit 15 Soldaten tritt bereits heute die Rückreise an.

  • Auslöser sind Trumps Strafzoll-Drohungen gegen beteiligte Nato-Staaten und seine Forderung, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen.

Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon heute wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission beteiligten Länder zu verhängen.

Das deutsche Team ist erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Noch am Samstagabend hatte es geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde. Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. "Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet."

US-Präsident Trump hatte am Samstag erneut ultimativ darauf gepocht, Grönland, das zu Dänemark gehört, den USA einzuverleiben. Er begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer angeblichen Bedrohung durch China und Russland in der Region.

Trump rügte Entsendung der Soldaten

Trump übte auch heftige Kritik daran, dass Deutschland und andere europäische NATO-Staaten auf Einladung Dänemarks einige Soldaten für die Erkundungsmission geschickt haben. Trump erklärte, die Soldaten der Verbündeten seien dort "für unbekannte Zwecke". Dies sei eine "sehr gefährliche Situation" für die Sicherheit, den Schutz und das Überleben des Planeten.

Mehrere NATO-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen NATO-Partnern dazu beitragen könne, hieß es dazu aus Verteidigungsministerium. Gegen diese acht europäischen Staaten kündigte Trump zusätzliche Zölle an.

Die europäischen NATO-Verbündeten sind anders als Trump der Meinung, dass Grönland nicht von den USA übernommen werden müsse, um die Arktis zu schützen. Sondern dies könne die NATO im Verbund übernehmen.

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