50 Gebäude beschädigt
Tornado in Glückstadt reißt Dächer ab - Großeinsatz vor Ort
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Unwetter fegt über Bodensee-Region
Videoclip • 22 Sek • Ab 12
In der Gegend rund um Glückstadt an der Elbe hat ein Tornado große Schäden verursacht. Etwa 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, um die Folgen zu beseitigen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Tornado beschädigte rund 40 bis 50 Gebäude in Glückstadt und Umgebung.
Rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren im Einsatz.
Verletzt wurde niemand, der Schaden ist jedoch enorm.
Am Sonntagabend (26. Juli) ist ein Tornado über Glückstadt in Schleswig-Holstein und die umliegenden Orte gezogen und hat erhebliche Schäden verursacht. Nach ersten Schätzungen der Polizeidirektion Itzehoe wurden rund 40 bis 50 Gebäude beschädigt.
Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Lediglich eine Person erlitt einen Nervenzusammenbruch und musste vorübergehend betreut werden. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte am Montag (27. Juli) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass es sich tatsächlich um einen Tornado handelte.
Dach von Lagerhalle vollständig abgerissen
Besonders schwer betroffen waren nach Angaben der Polizei das Industriegebiet in der Straße Der Keil, die Temming-Siedlung sowie die Engelbrechtsche Wildnis. Im Industriegebiet wurde das Dach einer Lagerhalle fast vollständig vom Sturm abgerissen. Die umherfliegenden Dachteile beschädigten anschließend weitere Gebäude und technische Anlagen erheblich.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Nach Angaben des Wehrführers der Glückstädter Feuerwehr begann der Einsatz gegen 19 Uhr, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Aufgrund der vielen Notrufe wurden zusätzlich die Kreisfeuerwehrbereitschaft Steinburg sowie das Technische Hilfswerk aus Elmshorn und Itzehoe zur Unterstützung angefordert. Insgesamt waren zeitweise rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz, der erst gegen 2 Uhr in der Nacht beendet werden konnte.
Allein in Glückstadt wurden bis zu 25 Gebäude beschädigt. Besonders betroffen war die Temming-Siedlung, wo zahlreiche Reihenhäuser schwere bis vollständige Dachschäden erlitten. Außerdem riss der Tornado mehrere Gartenhäuser und Garagen aus ihren Verankerungen und schleuderte sie auf benachbarte Grundstücke. Trümmerteile wurden dabei bis zu 100 Meter weit durch die Luft getragen. Auch in der Engelbrechtschen Wildnis entstanden an mehreren Wohnhäusern erhebliche Schäden an den Dächern.
Provisorische Planen bedecken das durch ein Unwetter abgedeckte Dach eines Reihenhauses.
Bild: Marcus Brandt / dpa
Feuerwehr dichtete kaputte Dächer ab
Ein Schaden an der Oberleitung führte außerdem zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn hat die Züge umgeleitet und umgehend mit den Reparaturarbeiten begonnen.
Trotz der Schäden konnten die betroffenen Anwohner:innen in ihren Häusern bleiben. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks sicherten die beschädigten Gebäude und führten erste Notreparaturen durch. Zusätzlich unterstützten die Stadtwerke sowie das Ordnungsamt Glückstadt die Betroffenen mit weiteren Sofortmaßnahmen. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Schaden auf einen hohen sechsstelligen bis hin zu einem siebenstelligen Betrag.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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