Fußball-WM
Baerbock kritisiert FIFA wegen Einreise-Streit
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von dpa:newstime
Baerbock fordert Reform der UN
Videoclip • 01:09 Min • Ab 12
Die verweigerte Einreise eines Schiedsrichters zur Fußball-WM sorgt für politische Kritik. UN-Generalversammlungspräsidentin Annalena Baerbock fordert die FIFA auf, in dem Fall deutlich Stellung zu beziehen.
Das Wichtigste in Kürze
Baerbock kritisierte die FIFA scharf, nachdem dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan die Einreise in die USA verweigert wurde.
Nach Ansicht Baerbocks müsse die FIFA aktiv werden und ihre eigenen Regeln verteidigen, statt sich auf Neutralität zu berufen.
Somalia gehört zu den Ländern, deren Staatsangehörige von verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung betroffen sind.
Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat den Weltverband FIFA in der Debatte um verweigerte Einreisen bei der Fußball-WM scharf kritisiert, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Als besonders problematisch bezeichnete Baerbock die verweigerte Einreise des somalischen Schiedsrichters Omar Artan in die USA. Im Podcast "Calcio d'Oro" kritisierte sie die Haltung der FIFA und forderte eine klare Reaktion. "Das ist halt eben der Moment, wo es nicht mehr heißen kann, man ist neutral, man kann sich nicht äußern. Neutralität heißt, dass man alle Schiedsrichter einreisen lässt", sagte sie. Die FIFA müsse nun aktiv werden und zeigen, "dass sie zu ihren eigenen Regeln steht".
Auch in den News:
FIFA-Chef verweist auf Grenzen des Weltverbands
Die verschärften Einreisebestimmungen der USA sorgen rund um die Fußball-WM weiter für Diskussionen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Fall des somalischen Schiedsrichters Omar Artan. Dem 34-Jährigen wurde die Einreise in die Vereinigten Staaten wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einer Terrororganisation verweigert.
FIFA-Präsident Gianni Infantino bezeichnete die Entscheidung als "natürlich unglücklich". Zugleich verwies er auf die begrenzten Einflussmöglichkeiten des Weltverbands. "Wir kontrollieren nicht alles. Wir versuchen, wir werden diskutieren, wir werden sprechen, wir werden sehen. Manchmal ist es gut, einfach zu chillen, relaxen. Wir versuchen, alles zu lösen", sagte Infantino. "Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation."
Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisevorgaben der US-Regierung betroffen sind. Reisende aus diesen Ländern müssen bei der Einreise zusätzliche Kontrollen durchlaufen.
Verwendete Nachrichten
Nachrichtenagentur dpa
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