Ex-Kanzlerin über Demokratie
Angela Merkel warnt vor AfD – und verteidigt Die Linke
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
Umfrage: Merkel zur Problemlösung besser geeignet als Merz (5. Oktober)
Videoclip • 59 Sek • Ab 12
Die Ex-Kanzlerin Angela Merkel spricht mit Schüler:innen über Demokratie. Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt sie ab – und auch zu den Linken hat sie eine eindeutige Meinung.
Das Wichtigste in Kürze
Angela Merkel spricht sich klar gegen die AfD ab.
Jungen Leuten rät sie, weiterhin die Demokratie zu verteidigen.
Die Positionen der Linken hält sie nicht für verfassungsfeindlich.
Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat klare Position zur AfD bezogen. "Ich würde Deutschland denen nicht überlassen", sagte sie im Berliner Funkhaus von Deutschlandradio Kultur. Im Rahmen von "Merkel unplugged" spricht die CDU-Politikerin mit Schulklassen aus ganz Deutschland.
Auch in den News:
Angela Merkel lehnt Zusammenarbeit mit AfD strikt ab
Dabei sprach sie vor allem über den Rechtsruck sowie die Zukunft der Demokratie – und positionierte sich klar gegen die AfD. Eine Zusammenarbeit mit der Partei lehnte Merkel strikt ab.
Das gelte auch für die Wahl eines Landtagspräsidenten. Die Forderungen der AfD in Sachsen-Anhalt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen oder das Bauhaus nicht mehr zu finanzieren, halte sie für unvereinbar mit demokratischen Grundwerten.
Kompromisse nicht immer möglich
Kompromisse seien für Merkel in einer Demokratie unverzichtbar – aber es gebe klare Grenzen. Anderen Menschen Rechte abzusprechen oder Gewalt in Auseinandersetzungen zu nutzen, überschreite diese Grenze.
Merkel will Demokratie gegen Rechtsruck verteidigen
Trotz des Rechtsrucks und der Zukunftsängste von Jugendlichen riet Merkel ihnen vom Auswandern ab: Sie sollten Deutschland nicht den Rechten überlassen. Die CDU-Politikerin glaube weiterhin, dass die Demokratie verteidigt werden könne.
Dafür brauche es nach Ansicht der Ex-Kanzlerin vor allem eigene Inhalte. "Und da müssen wir jetzt unheimlich aufpassen, dass man nicht die, die man nicht groß machen will, immer größer macht, weil man permanent über sie redet", sagte Merkel.
Merkel: Positionen der Linken mit Grundgesetz vereinbar
Neben ihrer Kritik an der AfD nahm die frühere Bundeskanzlerin die Partei Die Linke in Schutz. Zwischen den beiden Parteien gebe es einen Unterschied: Zwar teile sie die Positionen der Linken oft nicht, aber diese seien im Großen und Ganzen mit dem Grundgesetz vereinbar.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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