Kein Bier am Bahnsteig
Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen: Was du jetzt noch darfst
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Alkoholverbot an Bahnhöfen tritt in Kraft
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Ab sofort ist Alkohol tabu an deutschen Bahnhöfen. Immer und überall? Was Reisende an Bahnsteig und im Zug noch dürfen – und was nicht.
Das Wichtigste in Kürze
Ab Donnerstag (15. Oktober) gilt ein deutschlandweites Alkoholverbot an Bahnhöfen der Deutschen Bahn.
In vielen Bereichen dürfen Bier und Wein nicht mehr konsumiert werden – Alkohol darf jedoch mitgeführt werden.
Es gibt auch kritische Stimmen, unter anderem von der Wohnungslosenhilfe.
An sämtlichen Bahnhöfen der Deutschen Bahn im ganzen Land gilt ab dem heutigen Donnerstag (15. Oktober) ein Alkoholverbot, das wochenlang schrittweise ausgerollt wurde.
Wo darfst du keinen Alkohol mehr trinken?
Wer zur Bierdose oder zum Weinglas greift, begeht ab sofort einen Verstoß gegen die Hausordnung des bundeseigenen Konzerns. Die Botschaft ist unmissverständlich: Alkohol auf dem Bahnhof – das war einmal.
Der Konsum von Bier, Wein, Schnaps und sämtlichen anderen alkoholischen Getränken ist im gesamten Bahnhofsbereich untersagt – auf den Bahnsteigen ebenso wie in Eingangshallen und Durchgangsbereichen. In einigen Städten fallen sogar die Bahnhofsvorplätze darunter, sofern sie im Eigentum der DB stehen.
Auch in den News:
Wo ist der Konsum von Alkohol noch erlaubt?
Der Griff zur Flasche ist nicht überall tabu. Drei Ausnahmen gelten:
Bahnhofsgastronomie: In Restaurants, Bars und Kneipen, die innerhalb des Bahnhofs betrieben werden, darf nach wie vor Alkohol konsumiert werden.
Gepäck: Wer eine verschlossene Weinflasche im Koffer transportiert oder frisch eingekaufte Getränke mit sich trägt, verstößt nicht gegen das Verbot. Verboten ist das Trinken – nicht das Mitführen.
Im Zug: In Fernzügen gilt das neue Verbot nicht. Im Bordbistro verkauft die Bahn sogar selbst Alkohol. Mitgebrachte Getränke sind an Bord erlaubt, solange Mitreisende dadurch nicht gestört werden. Im Regionalverkehr existieren allerdings teils bereits eigene Verbote – etwa in Hamburg, München, Köln und Nürnberg.
Weshalb wurde das Alkoholverbot eingeführt?
Auslöser war ein Gewaltvorfall im Juli in Baden-Württemberg: Ein 26-jähriger DB-Sicherheitsmitarbeiter wurde bei einer Fahrkartenkontrolle von einem mutmaßlich alkoholisierten 36-Jährigen attackiert und fiel aus dem fahrenden Zug. Bahnchefin Evelyn Palla reagierte mit dem Versprechen, hart durchzugreifen und Alkohol aus den Bahnhöfen zu verbannen.
An den knapp 40 Bahnhöfen, an denen das Verbot bereits länger galt – darunter die Hauptbahnhöfe in Köln, Hamburg, Berlin und München –, registrierte die Bahn weniger Gewaltvorfälle, weniger Müll und ein gesteigertes Sicherheitsgefühl bei Reisenden und Personal.
Wer äußert Kritik am Alkoholverbot?
Nicht alle sind überzeugt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnt vor einer Verdrängung obdachloser Menschen aus witterungsgeschützten Räumen ins Bahnhofsumfeld. Die Bahnhofsmission unterstützt die Initiative grundsätzlich, fordert aber, dass die Regeln für alle gleich gelten – für feiernde Fußballfans ebenso wie für Wohnungslose. Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) bezeichnete das Verbot als Bestrafung der Falschen: Gewalttäter ließen sich durch Verbotsschilder nicht aufhalten.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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