Infektion

West-Nil-Virus: Zwei Menschen in Baden-Württemberg infiziert

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

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West-Nil-Virus breitet sich weiter aus

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


In Baden-Württemberg haben sich erstmals Menschen im Land selbst mit dem West-Nil-Virus infiziert. Grund zur Sorge besteht laut den Behörden jedoch nicht. Worauf die Bevölkerung dennoch achten sollte.

In Baden-Württemberg sind erstmals zwei Menschen nachweislich im Land selbst mit dem West-Nil-Virus infiziert worden. Das teilte das Sozialministerium am Mittwoch (14. Oktober) mit. Die Fälle wurden in der Woche zuvor bekannt. Beide Betroffenen hatten sich zuvor nicht im Ausland aufgehalten. Nach derzeitigen Erkenntnissen steckten sie sich durch Stiche infizierter Stechmücken im Raum Stuttgart sowie im Raum Karlsruhe an.

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Kein erhöhtes Risiko für Bevölkerung

"Es ist nicht überraschend, dass das West-Nil-Virus nun erstmals auch bei Menschen in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde", sagte Gesundheitsminister und Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand. Da das Virus seit 2024 bereits bei Vögeln und Pferden im Land festgestellt worden sei, habe man mit Übertragungen auf Menschen rechnen müssen. Nach Bewertung des Landesgesundheitsamts besteht derzeit kein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung.

Lokal erworbene West-Nil-Infektionen sind in Deutschland seit 2019 bekannt. Sie traten zunächst überwiegend in ostdeutschen Bundesländern auf, inzwischen sind auch Fälle in anderen Landesteilen dokumentiert.

Eine Ansteckung verläuft bei Menschen meist ohne Beschwerden oder mit milden, grippeähnlichen Symptomen. Das schreibt das Portal gesund.bund.de des Bundesgesundheitsministeriums. Schwere Verläufe seien selten, könnten aber Schäden an den Nervenzellen verursachen und zum Tod führen. Eine antivirale Behandlung oder Impfung gibt es nicht. Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt rät, sich während der Stechmückensaison vor Stichen zu schützen. Helfen können Mückenschutzmittel, lange, helle und weite Kleidung sowie Schutzgitter an Fenstern und Türen.


Verwendete Quellen:

Sozialministerium Baden-Württemberg

Gesund.bund.de

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