Nur die junge Königin überlebt
Das passiert mit Hornissen im Winter
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von Max Strumberger:newstime
So reagiert man richtig bei Asiatischen Hornissen
Videoclip • 01:42 Min • Ab 12
Hornissen gelten als gefährliche Riesenwespen. Dabei sind sie meist scheu und wichtige Insektenjäger. Aber was passiert mit Hornissen im Winter? Hier gibt es die Antworten.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Hornissennest wirkt imposant, ist aber nur wenige Monate bewohnt.
Während Arbeiterinnen und Drohnen im Herbst sterben, ziehen sich begattete Jungköniginnen in Holz oder Erdreich zurück.
Dort entscheidet sich, ob im nächsten Frühjahr ein neues Volk entsteht.
Das tiefe Brummen der Hornissen gehört für viele Menschen zum Sommer. Doch wenn die Temperaturen im Herbst länger unter 15 Grad fallen, endet das Leben des Staates. Die Nahrung wird knapp, die Arbeiterinnen sterben nach und nach – und auch die alte Königin wird nicht mehr ausreichend versorgt.
Seinen Höhepunkt erreicht der Staat zwischen Mitte August und Mitte September. Dann können in einem Nest 400 bis 700 Tiere leben. Die Königin produziert zu dieser Zeit gezielt Drohnen und Jungköniginnen. Mit ihrem Auftreten beginnt bereits der Niedergang des Volkes: Die alte Königin verliert an Bedeutung, verlässt schließlich das Nest und stirbt nach etwa einem Jahr.
Nur die Jungkönigin zählt
Für die nächste Generation zählt nun vor allem die junge Königin. Sie wird besonders intensiv gefüttert, bis sie ein deutlich höheres Gewicht als eine Arbeiterin erreicht. Nach der Paarung sucht sie einen geschützten Platz für die kalte Jahreszeit – etwa morsches Holz, eine Baumhöhle oder das Erdreich. Dort ruht sie sechs bis acht Monate und zehrt von ihren zuvor angelegten Nahrungsreserven.
Im Frühjahr erwacht die Jungkönigin und beginnt mit Erkundungsflügen. Weil natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, wählt sie häufig Ersatzquartiere in menschlicher Nähe: Schuppen, Dachnischen, Rollladenkästen, Holzverschalungen oder Nistkästen. Aus selbst hergestelltem Baumaterial formt sie die ersten Wabenzellen und legt ihre Eier. Nach fünf bis acht Tagen schlüpfen die Larven, die sich über ein Puppenstadium zu den ersten Arbeiterinnen entwickeln.
Mehr zu dem Thema:
Hornissen sind besser als ihr Ruf
Trotz ihrer Größe sind Europäische Hornissen meist deutlich weniger angriffslustig als ihr Ruf vermuten lässt. Sie meiden Konflikte und interessieren sich nicht für Kuchen, Eis oder süße Getränke. Stattdessen fangen sie Fliegen, Mücken, Wespen und andere Insekten, die sie an ihre Larven verfüttern. Ein Nest sollte dennoch nicht erschüttert, die Flugbahn nicht blockiert und nur mit ausreichendem Abstand beobachtet werden. Die geschützten Tiere und ihre Nester dürfen nicht ohne Genehmigung getötet oder entfernt werden. In kritischen Fällen helfen Naturschutzbehörden oder örtliche NABU-Gruppen weiter.
Verwendete Quellen:
NABU
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