Das sind die Gründe

Kerosin am Frankfurter Flughafen wird knapp: So reagiert die Lufthansa

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von Max Strumberger

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Videoclip • 01:03 Min • Ab 12


Am Frankfurter Flughafen spitzt sich die Versorgung mit Kerosin zu. Die Lufthansa reagiert mit einer ungewöhnlichen Maßnahme.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt ist angespannt.

  • Niedrige Pegelstände des Rheins und Einschränkungen bei Pipeline-Zuleitungen erschweren die Kerosinversorgung am größten deutschen Drehkreuz.

  • Die Lufthansa will Engpässe mit zusätzlichem Treibstoff an Bord ihrer Maschinen abfedern.

Am Flughafen Frankfurt ist die Versorgung mit Kerosin derzeit angespannt. Die Lufthansa hat deshalb vorsorgliche Maßnahmen eingeleitet, um den Flugbetrieb stabil zu halten. Auf ausgewählten Verbindungen werden Flugzeuge bereits vor dem Abflug nach Frankfurt mit zusätzlichem Treibstoff beladen. Flugstreichungen seien deshalb aktuell nicht zu erwarten.

Das Verfahren wird als "Fuel Tankering" bezeichnet. Die Maschinen nehmen dabei mehr Kerosin auf, als sie für die jeweilige Strecke benötigen. Auf diese Weise soll der Bedarf an Treibstoff in Frankfurt sinken. Betroffen sind nach bisherigen Informationen vor allem Kurz- und Mittelstrecken, zunehmend aber auch ausgewählte Langstreckenverbindungen.


Rhein-Niedrigwasser ein Grund für den Versorgungsmangel

Für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie soll laut Berichten eine Obergrenze von acht Tonnen zusätzlichem Kerosin gelten. Bei der Flugplanung muss zugleich sichergestellt werden, dass das höhere Gewicht weder die Zahl der Passagiere noch die mögliche Frachtmenge einschränkt. Die Vorgaben sollen bis auf Weiteres gelten und an die Entwicklung der Versorgungslage angepasst werden.

Als Gründe für die angespannte Situation nennt die Lufthansa unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Zudem wird der niedrige Wasserstand des Rheins als möglicher Belastungsfaktor genannt. Tankschiffe können den Flughafen dadurch offenbar nur mit geringerer Ladung versorgen. Die genauen Ursachen der Einschränkungen bei den Pipeline-Zuleitungen sind bislang nicht vollständig bekannt.

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Fraport erwartet keinen Engpass

Der Flughafenbetreiber Fraport verweist zugleich auf eine turnusgemäße Wartung einer Pipeline, die den Flughafen mit Kerosin versorgt. Einen drohenden Engpass erwartet das Unternehmen dennoch nicht. Andere Transportwege und umfangreiche Tankspeicher könnten die Versorgung absichern. Die Betriebsfähigkeit des Frankfurter Flughafens sei daher nicht beeinträchtigt, teilte Fraport mit.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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