MOAB ist die größte nichtnukleare Bombe

Setzt Trump gegen den Iran die "Mutter aller Bomben" ein?

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von Max Strumberger

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Die USA prüfen offenbar den Einsatz ihrer größten konventionellen Bombe gegen Iran – die MOAB. Sie trägt den Spitznamen "Mutter aller Bomben" und wurde bislang nur einmal eingesetzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut US-Berichten prüfen die USA im Iran-Krieg einen Einsatz der MOAB.

  • Mit 9,8 Tonnen ist sie die größte nichtnukleare Bombe der USA.

  • Gegen tief verbunkerte iranische Anlagen könnte sie dennoch an ihre Grenzen stoßen.

Die US-Streitkräfte haben offenbar Angriffspläne entwickelt, in denen der mögliche Einsatz der GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast, kurz MOAB, gegen iranische Energieanlagen und Nuklearziele vorgesehen ist. Nach übereinstimmenden Berichten könnte US-Präsident Donald Trump die Option wählen, falls er neue Kampfhandlungen gegen Iran anordnet. Eine Entscheidung für den Einsatz sei jedoch bislang nicht bekannt. CNN berichtete über die Militärpläne.

Die MOAB ist die größte nichtnukleare Bombe im US-Arsenal und wird auch "Mother of All Bombs" (Mutter aller Bomben) genannt. Sie wiegt rund 9,8 Tonnen und wird als luftgezündete Bombe eingesetzt: Sie explodiert in der Luft und entfaltet dadurch eine besonders starke Druckwelle über eine große Fläche. Die Waffe wurde während des Irakkriegs entwickelt und sollte ursprünglich vor allem große Truppenansammlungen, Ausrüstung und oberirdische Bunker treffen. Die Bombe wurde 2017 während Trumps erster Amtszeit gegen IS-Stellungen in Afghanistan eingesetzt. Ob sie gegen Iran tatsächlich zum Einsatz kommt, bleibt offen.


Nutzen der MOAB gegen den Iran wohl überschaubar

Militärisch ist der Nutzen gegen Iran allerdings umstritten. Die MOAB kann zwar eine Fläche von ungefähr neun Häuserblocks verwüsten, gilt aber nicht als klassische bunkerbrechende Waffe. Besonders tief unter der Erde liegende Anlagen – etwa der mutmaßliche iranische Nuklearkomplex Pickaxe Mountain – könnten durch die Bombe möglicherweise nicht entscheidend beschädigt werden. US-Experten bezweifeln deshalb, dass sie die strategischen Ziele Washingtons erreichen würde.

Der Einsatz hätte zudem erhebliche politische und humanitäre Risiken. Energieanlagen und militärische Ziele liegen teilweise in der Nähe bewohnter Gebiete. Die gewaltige Druckwelle könnte zivile Opfer und weitreichende Schäden verursachen. Ein Angriff würde vermutlich auch iranische Vergeltungsmaßnahmen provozieren und den Konflikt weiter verschärfen. Vielmehr reiht sich der mutmaßliche Angriffsplan in eine Reihe martialischer Drohungen Trumps, die mehr und mehr verzweifelt wirken, den Iran zum Einlenken im festgefahrenen Nahostkonflikt zu bewegen.

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Die MOAB könnte deshalb nicht nur als militärische, sondern vielmehr als psychologische Waffe gedacht sein, mit der Trump hofft, innenpolitisch einen sichtbaren Erfolg zu erreichen. Denn die Beliebtheitswerte des 80-Jährigen sind seit Ausbruch des Iran-Krieges in den Keller gerauscht. Bei den anstehenden Kongresswahlen am 3. November laufen die Republikaner Gefahr, die Mehrheiten in beiden Parlamentskammern zu verlieren.


Verwendete Quellen:

CNN: US considering using 'mother of all bombs' against Iran, sources say

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