Turbulenter Winter

Wetter-Ticker: Viele Unfälle und Verkehrschaos durch "Elli"

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Eis-Chaos: Glatteisgefahr nach "Elli"

Videoclip • 01:04 Min • Ab 12


Seit Donnerstag sorgen Schnee, Sturm und Glätte in Deutschland für extremes Wetter. Wo es besonders gefährlich wird und mit welchen Einschränkungen zu rechnen ist. Alle Infos im News-Ticker.

Wintersturm "Elli" bringt Deutschland Eiseskälte, Glätte und so viel Schnee wie lange nicht. An vielen Stellen kann es extrem rutschig werden. Für weite Teile Norddeutschlands gelten Unwetterwarnungen, viele Schulen bleiben dicht. Erste Auswirkungen des Sturmtiefs sind schon zu spüren.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet "von Südwesten aufkommende, teils kräftige Schneefälle", die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu größeren Behinderungen auf den Verkehrswegen führen kann, wie der Wetterdienst warnt. Im Süden und Westen Deutschlands soll der Schnee – bei ebenfalls stürmischem, aber aus südwestlichen Richtungen wehendem Wind – am Morgen rasch in Regen übergehen. Dann wird es sehr glatt.

In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Den meisten Schnee erwartet der DWD für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen, wie die Meteorologen in Offenbach am Morgen prognostizierten.

Alle Entwicklungen im Wetter-Ticker:

+++ Update 13:24 Uhr +++

Viele Unfälle und Verkehrschaos durch Sturmtief "Elli"

Schnee und Eis von Sturmtief "Elli" haben am Wochenende in Sachsen-Anhalt zu vielen Verkehrsunfällen und in Teilen des Landes zu einem Verkehrschaos und dem Ausfall von Bussen und Straßenbahnen geführt. Wie Polizei und Verkehrsunternehmen mitteilten, lief aber der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) am Sonntag fast überall im Land wieder an.

Zahlreiche Verkehrsunfälle

Vor allem am Freitag und Samstag kam es auf den Straßen in Sachsen-Anhalt zu vielen Verkehrsunfällen. Wie die Autobahnpolizei Magdeburg mitteilte, wurden allein auf der A2, A14 und A36 insgesamt 28 Unfälle verzeichnet. Die meisten davon auf der A2. In der Regel habe es sich um Fahrzeuge gehandelt, die ohne Beteiligung anderer Autos ins Schleudern geraten waren und mit der Leitplanke kollidierten oder von der Fahrbahn abkamen. Bis auf drei Leichtverletzte, die alle vor Ort ambulant behandelt werden konnten, sei es bei Blechschäden geblieben, so die Polizei. Die Fahrzeuge seien zum Teil aber schwer beschädigt worden.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatten sich an unterschiedlichen Stellen gleich mehrere Autos oder Lastwagen in Schneeverwehungen festgefahren. Dadurch waren nach Polizeiangaben an mehreren Stellen Straßen für längere Zeiträume gesperrt. Darüber hinaus sei es in Anhalt-Bitterfeld zu mehreren witterungsbedingten Unfällen gekommen. Auch in Dessau-Roßlau registrierte die Polizei drei Verkehrsunfälle am Freitagnachmittag, die auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen waren. Den dabei entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt mehr als 25.000 Euro.

Auch in Dessau-Roßlau gab es nach Polizeiangaben drei witterungsbedingte Unfälle, bei denen hoher Sachschaden entstand. Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich dort am Samstagabend in der Mannheimer Straße. Dort kollidierte ein 24 Jahre alter Fahrer mit einem anderen Auto. Allein hier betrug der Sachschaden nach Polizeiangaben rund 50.000 Euro.

Schneeverwehungen bis zu einem Meter

Ein 24-jähriger Autofahrer wurde nach Angaben des Polizeireviers Dessau-Roßlau leicht verletzt, als sein Auto von der Straße abkam und sich in einem Straßengraben überschlug. In der Altmark kippte ein Lkw in einen Straßengraben. Der 37 Jahre alte Fahrer musste von der Feuerwehr aus dem Führerhaus geborgen werden. Er wurde leichtverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Landstraße musste aufgrund der Bergung für fast fünf Stunden gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden hier auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Im Harz waren aufgrund der starken Schneefälle Straßen zeitweise gesperrt. Immer wieder hätten sich am Freitag Lastwagen quer gestellt, so etwa zwischen Barneberg und Helmstedt und auf der Autobahn 2 bei Magdeburg. Die Behörden berichteten teilweise von Schneeverwehungen zwischen einem halben und einem Meter im Harz. Auch im Landkreis Börde waren Straßen teilweise wegen Schneeverwehungen nicht passierbar. Bei mehreren glättebedingten Unfällen wurden zwei Personen leicht verletzt.

Busse und Bahnen konnten teils nicht fahren

In Teilen von Sachsen-Anhalt war zudem der Bus- und Bahnverkehr massiv gestört. Komplett eingestellt wurde nach Angaben der Verkehrsbetriebe der Busverkehr in der Altmark und im Landkreis Mansfeld-Südharz. Auch in Halle und Magdeburg waren die regulären Fahrpläne zeitweise ausgesetzt. Ab Samstagmittag beruhigte sich die Lage dann überall wieder, so dass nach und nach der Verkehr wieder aufgenommen werden konnte. Aufgrund der Nachwirkungen kam es aber auch am Sonntag teilweise immer noch zu Beeinträchtigungen, wie Verkehrsbetriebe mitteilten.

Auch einzelne Regionalstrecken der Bahn waren am Wochenende unterbrochen. Etwa zwischen Genthin und Braunschweig, Salzwedel und Uelzen, sowie zwischen Stendal und Osterburg. Beeinträchtigungen gab es teilweise auch am Sonntag noch, Sonntagfrüh lief aber auch der Fernverkehr in Norddeutschland langsam wieder an.

Wintersportler im Harz freuen sich

Der Tourismusverband Harz sprach von einem perfekten Wintertag. Nicht nur in den Hochlagen des Harz gebe es sehr gute Wintersportbedingungen, sondern auch in tieferen Lagen sei Rodeln und Langlauf möglich. Die meisten Loipen im Harz waren am Wochenende gespurt, die meisten Skilifte im Westharz waren geöffnet. Am Sonntag kamen bereits ab dem Vormittag viele Wintersportler bei eisigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein in den Oberharz, etwa nach Schierke oder auf den Brocken.

Auf dem höchsten Gipfel Norddeutschlands kam es in der Nacht zu Samstag allerdings auch zu einem Rettungseinsatz. Die Feuerwehr Schierke und die Bergwacht mussten kurz nach Mitternacht einen stark unterkühlten Mann vom Brocken retten, der dort festsaß. Weil die Brockenstraße aufgrund des Sturmtiefs nicht geräumt war, mussten sie mit drei Motorschlitten auf den Gipfel fahren.

Erneute Warnung vor Glätte ab Montag

Nach dem traumhaften Winterwetter am Sonntag warnt der Deutsche Wetterdienst für Montag aber erneut vor Glatteis. Ab Montagvormittag ziehe von Westen her Niederschlag auf. Nach einer kurzen Schneephase gehe der Niederschlag in Regen über, der auf kalten Böden gefriert. In Teilen des Landes bestehe verbreitet Gefahr vor Glatteis. Es sei mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen. Besonders betroffen können demnach der Burgenlandkreis, der Harz, der Saalekreis und der Kreis Mansfeld-Südharz sein.

+++ Update Sonntag 13:18 Uhr +++

Auf freundlich-kalten Sonntag folgt Glätte im Norden

Zwischen zwei Wetterfronten hat sich der Sonntag in Schleswig-Holstein von seiner kalten, aber schönen Winterseite gezeigt. Spaziergänger nutzten den sonnigen Tag, um nach dem Sturm bei ruhigem Sonnenwetter an die Luft zu kommen. Viele kleine Hügel wurden zu Rodelpisten.

Doch schon am Montag kann es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder unangenehm werden. Statt zweistelliger Minusgrade kommt mildere Luft aus Südwesten, die erst Schnee und dann Regen im Gepäck hat. Auf dem gefrorenen Boden droht Glatteis.

Bahnverkehr normalisiert sich

Sturmtief "Elli" hatte bis in den Sonntag hinein Auswirkungen auf den Verkehr. Vor allem im Fernverkehr gab es noch Einschränkungen. Betroffen waren noch mehrere wichtige norddeutsche Fernverkehrsstrecken, unter anderem die Verbindungen Westerland – Hamburg und Binz/Stralsund/Rostock – Berlin, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilte. Im Laufe des Sonntags sollte sich der Verkehr wieder normalisieren.

Der Bahnbetreiber Erixx meldete am Sonntag keine Störungen, bei der Nordbahn kam es nach Angaben des Unternehmens zu einzelnen nicht wetterbedingten Ausfällen. Bei der S-Bahn in Hamburg gibt es nach Angaben auf der Webseite der Deutschen Bahn weiterhin Zugausfälle und Verspätungen.

Verkehrslage meist ruhig

Trotz des Sturmtiefs verzeichnete die Polizei keine auffällige Verkehrslage in der Stadt. Neben Verkehrsbehinderungen durch zwei festgefahrene Lastwagen auf der A7 gab es wenige Glätteunfälle. Die Lage sei ruhiger als erwartet, was daran liege, dass viele Menschen zu Hause geblieben seien, teilte ein Sprecher mit.

Beim Überschlag eines Autos auf der Autobahn 7 zwischen Flensburg und Hamburg wurden am frühen Sonntagmorgen drei junge Männer verletzt. Ein 17-Jähriger wurde von Rettungskräften an der Unfallstelle bei Tarp (Kreis Schleswig-Flensburg) schwer verletzt auf der Fahrbahn liegend gefunden, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Der junge Mann sei zuvor von einem weiteren Auto erfasst worden. Der 18 Jahre alte Fahrer des Wagens und ein weiterer 17-Jähriger erlitten leichte und mittelschwere Verletzungen. Warum der Wagen von der Fahrbahn abkam und sich überschlug, war zunächst nicht bekannt.

Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer

Der Lagedienst West, zuständig für die Kreise Pinneberg, Segeberg, Dithmarschen und Steinburg, registrierte am Samstag 21 Glätteunfälle. Auch hier gab es keine Verletzten. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich auf winterliche Straßenverhältnisse einzustellen und ihre Fahrweise den glatten Straßen anzupassen. Besonders auf Landstraßen und in Küstennähe bestehe weiterhin erhöhte Glättegefahr.

Kurzes Hochwasser an der Ostsee

"Elli" hatte die Ostsee für ein kurzes Hochwasser gegen die Ufer gedrückt. Die höchsten Wasserstände an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste wurden nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Flensburg und an der Schlei gemessen.

In Flensburg erreichte das Wasser in der Nacht zu Samstag 1,33 Meter über dem normalen Stand, sodass tiefer gelegene Bereiche am Hafen überspült wurden. Der Pegel in Schleswig fiel aus, der nahe gelegene Pegel Füsing zeigte maximal 1,37 Meter über Normal-Null an. In Kiel wurde der höchste Wasserstand bei 1,16 Meter gemessen, in Lübeck bei 1,15 Meter. Die Wasserstände sanken beim Abflauen des Sturms rasch wieder.

Die Behörden warnten davor, gefrorene Gewässer zu betreten. Es bestehe Einbruch- und Lebensgefahr.

+++ Update 14:55 Uhr +++

Bahnverkehr im Norden bis Sonntag stark eingeschränkt

Wegen des Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte.


+++ Update 10:50 Uhr +++

Bahn: Fernverkehr rollt doch erst ab Mittag wieder an

Nach Wintersturm "Elli" mit starkem Schnee soll der ausgesetzte Fernverkehr in der nördlichen Hälfte Deutschlands anders als zunächst erwartet doch erst ab Mittag wieder anrollen. Die ersten Fernzüge sollten statt ab 10.00 Uhr doch erst ab mittags wieder fahren, sagte eine Deutsche-Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur und korrigierte damit vorherige Prognosen. "Der Zugverkehr bleibt insgesamt stark eingeschränkt."

Zunächst sollten auf der Achse Berlin-Hannover-Ruhrgebiet wieder Züge fahren. Die Nord-Süd-Verbindungen, etwa zwischen Berlin und Hamburg, dürften erst im Laufe des Tages wieder den Betrieb aufnehmen, hieß es.

Im Regionalverkehr sollten den Angaben nach seit etwa 9.00 Uhr einzelne Strecken wieder bedient werden.

+++ Update, Samstag 9:45 Uhr +++

Fernzüge im Norden sollen wieder rollen – aber eingeschränkt

Nach Wintersturm "Elli" mit starken Schneefällen soll sich der Bahnverkehr in der nördlichen Hälfte Deutschlands im Laufe des Tages zumindest etwas normalisieren. Ab etwa 10.00 Uhr würden die ersten Fernverkehrszüge im Norden wieder rollen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am frühen Morgen. "Es geht wirklich langsam los. Der Zugverkehr bleibt insgesamt stark eingeschränkt." Fahrgäste sollten sich dringend vor Fahrtantritt informieren. Im Regionalverkehr werden den Angaben nach etwas früher - gegen 9.00 Uhr - einzelne Strecken wieder aufgenommen.

Im Fernverkehr sollen ab dem Morgen zunächst wieder Züge auf der Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet fahren, auch die Nord-Süd-Linien Ruhrgebiet-Hamburg und Berlin-Hamburg laufen dann wieder an. Etwa nach Dänemark oder Holland führen vom Norden aus aber heute noch keine Fernzüge, so die Sprecherin. Die Abend- und Nachtstunden habe die Bahn genutzt, um Strecken zu erkunden, wieder befahrbar zu machen und die Fahrzeuge an ihre Einsatzorte zu bringen.

Reisende sollten sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage informieren. Die kostenlose Sonderhotline ist für Bahnkunden unter 08000 996633 weiterhin erreichbar.

Insgesamt hatte die Bahn nach Angaben der Sprecherin sieben Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt: in Hamburg, Hannover, Kassel und Berlin. In ihnen sollten Gestrandete Wärme, WLAN, Essen und Getränke finden.

+++ Update 21:25 Uhr +++

Busverkehr in Stadt und Region Hannover komplett eingestellt

Der Busverkehr in der Stadt und Region Hannover ist wegen des Winterwetters seit 19 Uhr komplett eingestellt. Nach Vorfällen mit festgefahrenen und rutschenden Bussen sei die Sicherheit der Fahrgäste nicht mehr gewährleistet, teilte das zuständige Verkehrsunternehmen Üstra mit.

Im Umland der Stadt wurde der Busverkehr demnach in großen Teilen bereits bis zum späten Mittag eingestellt. Einzelne Linien fuhren jedoch noch bis 19 Uhr. In der Landeshauptstadt rollten die Busse noch länger, doch auch hier stehen nun alle Busräder still.

Wegen der schwierigen Winter-Wetterlage schränkt die Üstra auch den Stadtbahnverkehr in Hannover deutlich ein. Seit 17 Uhr fahren die Bahnen nur noch im Tunnel und auf angrenzenden oberirdischen Abschnitten, wie das Verkehrsunternehmen mitteilte.

+++ Update 20:43 Uhr +++

"Elli" verschont NRW: Null Kilometer Stau auf den Autobahnen

Der Wintersturm "Elli", der den Zugverkehr in Norddeutschland weitgehend lahmgelegt hat, hat Nordrhein-Westfalen zunächst glimpflich behandelt. Im Gegensatz zu Schnee-Chaos in mehreren anderen Bundesländern gab es hier Tauwetter und Temperaturen bis 7 Grad.

Der ruhende Bahnverkehr im Norden hatte allerdings auch Auswirkungen auf Reisende in NRW: Weil der ICE-Verkehr rund um Hannover gestoppt wurde, kamen sie auf der Schiene nicht nach Berlin und Hamburg. Am Samstagmorgen will die Deutsche Bahn den Fernverkehr schrittweise wieder aufnehmen.

Nicht nur Bahnreisende müssen aufpassen

Trotzdem sei bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Die Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf ihrer Internetseite über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.

+++ Update, Samstag 16:35 Uhr +++

Deutsche Bahn: Fernverkehr soll am Samstag wieder anlaufen

Die Deutsche Bahn will den aufgrund von Unwettern eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland am Samstagmorgen wieder schrittweise aufnehmen. Trotzdem sei tagsüber bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.

+++ Update 16:35 Uhr +++

Bundesliga-Spiel Bremen gegen Hoffenheim abgesagt

Das Fußball-Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim fällt an diesem Samstag aus. Die Partie kann wegen flächendeckender Vereisungen und erheblicher Schneeverwehungen im Stadionareal nicht stattfinden, teilte die Deutsche Fußball Liga mit.

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+++ Update 16:04 Uhr +++

A7 bei Hamburg: Kilometerlanger Stau durch liegengebliebene LKW

Auf der schneebedeckten Autobahn 7 sind mehrere Lastwagen liegen geblieben und behindern den Verkehr südlich des Hamburger Elbtunnels. Betroffen sei die Richtungsfahrbahn Hannover zwischen Waltershof und dem Dreieck Hamburg-Südwest, hieß es von der Verkehrsleitzentrale der Polizei. Es sei maximal ein Fahrstreifen frei. Der Verkehr staue sich auf sechs Kilometern.

Der Winterdienst sei im Einsatz, um die Autobahn von Schnee und Eis zu befreien. Mitarbeiter:innen seien auch dabei, die Lastwagen anzuschleppen. Nördlich der Elbe seien die Autobahnen schneefrei und es gebe keine großen Probleme mit Schnee und Glätte, hieß es weiter. Die A7 südlich des Elbtunnels verläuft auf circa vier Kilometern über eine Brückenkonstruktion.

+++ Update 15:57 Uhr +++

Inselfähren: Einschränkungen am Wochenende

Erste Schiffe sollen zwar wieder fahren, doch der Fährverkehr von und zu einigen ostfriesischen Inseln wird auch am Wochenende (10. und 11. Januar) wegen des Winterwetters beeinträchtigt sein. Die Reederei Norden-Frisia kündigte an, dass am Samstagmorgen je die ersten vier Fährabfahrten von Norddeich nach Norderney sowie von der Insel ans Festland ausfallen werden. Danach soll der Fährverkehr dort wieder anlaufen.

Die für Samstagmittag geplante Fährfahrt von Norddeich nach Juist soll fahren. Die Abfahrten für Sonntag und Montag seien aber wetterbedingt gefährdet, teilte die Reederei mit.

Auch von und nach Wangerooge, Langeoog und Spiekeroog sollen am Samstag und Sonntag wieder Fähren fahren, wie die zuständigen Fährgesellschaften auf ihren Websites mitteilten. Allerdings fallen auch einige Abfahrten aus, oder Fähren verkehren zu anderen Zeiten als ursprünglich geplant.

+++ Update 15:47 Uhr +++

Notaufnahmen gut gerüstet für Glätteunfälle

Die Notaufnahmen in Niedersachsen und Bremen sehen sich gut gewappnet für mögliche Glätteunfälle. In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) seien genug Ärzt:innen und Pflegekräfte vor Ort, um auf eine Vielzahl an Patient:innen reagieren zu können, sagte Stephan Sehmisch, der Direktor der MHH-Klinik für Unfallchirurgie. Wenn es die Lage erfordere, können zusätzliche Mitarbeiter:innen in der Notaufnahme eingeteilt werden. Bereits seit Anfang des Jahres verzeichnete die MHH mehr Glätteunfälle als üblich. Durch diese Notfälle mussten demnach schon mehrere weniger dringliche Operationen verschoben werden.

In den Kliniken des Bremer Verbunds Gesundheit Nord war es am Vormittag in den Notaufnahmen "eher ruhig", wie eine Sprecherin sagte. "Wir haben den Eindruck, dass die Warnungen gehört wurden und viele Menschen sicherheitshalber zu Hause geblieben sind."

+++ Update 15:01 Uhr +++

Eisige Temperaturen: Minister fordert mehr Aufmerksamkeit für Obdachlose

Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi hat eine ökumenische Essensausgabe in Hannover besucht und dabei aufgerufen, Obdachlose nicht zu übersehen. "Die letzten Wintertage waren eine große Herausforderung, insbesondere für obdachlose und ältere Menschen", sagte der SPD-Politiker. Er dankte den Helfer:innen und erinnerte daran, gerade bei den winterlichen Temperaturen die Augen offenzuhalten. "Sprechen Sie also Menschen, die in der Kälte sitzen oder liegen, an – gehen Sie nicht einfach vorbei", so Philippi. Dies könne im Zweifel Leben retten.

Diakonische Angebote für Obdachlose, besonders in der kalten Jahreszeit, gibt es etwa in Hannover am Raschplatz und am ZOB, in Göttingen, Hildesheim und Braunschweig.

In Halle (Sachsen-Anhalt) eröffnet am Samstag (10. Januar) ein Notquartier mit 200 Plätzen für wohnungslose Menschen. Im "Haus der Wohnhilfe" sei am Samstag, Sonntag und Montag ein Notquartier geöffnet, teilte die Stadt mit. Die Menschen könnten dort auch schlafen.

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+++ Update 14:40 Uhr +++

Blockierte Autobahnen: Polizei meldet Entspannung

Nach den erheblichen Verkehrsbehinderungen auf drei Autobahnen in Osthessen am frühen Morgen beginnt sich die Lage nach Angaben der Polizei wieder zu entspannen. Die Autobahnen A4 und A5 seien in den zuvor blockierten Abschnitten zwischen Kirchheimer Dreieck und Friedewald beziehungsweise vom Hattenbacher Dreieck bis Alsfeld Ost wieder frei, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Fulda mit. Die A7 sei zwischen Homberg und Bad Hersfeld wieder einspurig befahrbar.

Winterliche Straßenverhältnisse hatten zuvor für massive Probleme auf den Autobahnabschnitten gesorgt. Grund waren laut Polizei zumeist festgefahrene und querstehende Lastwagen. Diese Fahrzeuge seien inzwischen wieder befreit worden, teilte die Sprecherin mit.

+++ Update 14:00 Uhr +++

Bundesliga-Spiel St. Pauli gegen Leipzig abgesagt

Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig fällt nach starkem Schneefall aus. Die für Samstag (10. Januar) geplante Partie der beiden Fußball-Erstligisten wurde wegen der extremen Witterungsbedingungen und Sicherheitsrisiken abgesagt, wie die Deutsche Fußball Liga und die Clubs mitteilten.

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+++ Update 13:46 Uhr +++

Hochwassergefahr: Stadt sperrt Kiellinie an der Förde

Das Sturmtief "Elli" führt in Kiel zu einer vorübergehenden Sperrung der Kiellinie an der Förde. Nach aktuellem Wetterbericht wird ein Wasserstand von mindestens 1,20 Metern über Normalnull prognostiziert, wie die Stadt mitteilte. In Kombination mit Minustemperaturen bestehe die Gefahr, dass übertretendes Wasser und Gischt gefrieren und sich gefährliche Glatteisflächen bilden.

Gesperrt wurde deshalb der nördliche Abschnitt der Kiellinie zwischen Lindenallee und Koesterallee. Die Fahrbahn ist dort für alle Verkehrsarten vollständig gesperrt. Nach aktueller Einschätzung der Stadt wird die Sperrung mindestens bis Samstagmittag (10. Januar) Bestand haben.

Aufgrund des starken Sturmes und des Hochwassers kann die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) derzeit nicht mehr die Anlegebrücken sicher bedienen. Der Betrieb der Schwentinelinie F2 wird deshalb vorübergehend eingestellt. Fahrgäste müssen auf die Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft ausweichen.

+++ Update 13:29 Uhr +++

Wolfsburg: VW-Werk sagt eine Spätschicht ab

Das Sturmtief Elli bremst bei VW nun auch in Wolfsburg die Produktion: Weil wegen verschneiter Straßen nicht genug Teile von den Zulieferern ankommen, wurde im Stammwerk eine der drei geplanten Spätschichten abgesagt. Betroffen sei ausschließlich die Golf-Fertigung, die vorzeitig ins Wochenende gehe. Tiguan, Touran und Tayron laufen laut VW auf zwei Produktionslinien weiter.

In Emden hatte VW die Produktion am Freitag bereits vorsorglich komplett gestoppt. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag vorgezogen worden. Der Standort hat mehr als 8.000 Mitarbeiter.

+++ Update 12:59 Uhr +++

Flugverkehr: Hannover und Bremen kaum betroffen – Hamburg erteilt Absagen

Trotz vereinzelter Ausfälle am Morgen läuft der Flugverkehr in Hannover weiter. Auch in Bremen bleibt die Lage im Griff. "Alles hat perfekt geklappt", so ein Sprecher des Airport Bremen. Die Herausforderung sei nicht die Menge an Schnee gewesen, sondern die Schneeverwehungen durch den Wind. Zwar seien am Vormittag drei Abflüge gestrichen worden, das habe aber nicht an den Wetterbedingungen in Bremen gelegen.

Drei Eurowings-Maschinen, die eigentlich in Hamburg hätten landen sollen, wurden sogar zum Airport Bremen umgeleitet, wie der Sprecher sagte. Sie kamen aus Wien, Mallorca und Stuttgart. Auch eine KLM-Maschine aus Amsterdam mit Zielflughafen Hamburg landete außerplanmäßig in Bremen. Der Airport Hamburg teilte auf seiner Internetseite mit, dass infolge des Sturmtiefs "Elli" 25 Starts und 22 Landungen abgesagt worden seien.

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+++ Update 12:13 Uhr +++

Drei Verletzte: Linienbus Abhang hinuntergerutscht

Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. Anschließend sei das Fahrzeug bei dem Unfall im Kreis Calw gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit. Der 29 Jahre alte Fahrer und zwei weitere Insass:innen im Alter von 25 und 32 Jahren wurden dabei den Angaben zufolge leicht verletzt.

Es sei noch unklar, wie schnell der Bus unterwegs gewesen sei, so die Polizei. Allerdings könne bei den aktuellen Witterungsbedingungen auch schon Schrittgeschwindigkeit zu schnell sein.

Im Laufe des Vormittags wurde der Bus zurück auf die Straße gezogen, wie eine Polizeisprecherin sagte. In der Nacht sei die Bergung nicht möglich gewesen. Den Schaden schätzten die Ermittler:innen auf etwa 200.000 Euro.

Auf schneeglatter Straße ist ein Linienbus bei Ebhausen in Baden-Württemberg von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht.

Bild: Katharina Kausche/dpa


+++ Update 11:55 Uhr +++

Bremen: Busverkehr eingestellt

Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen stellt die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) ab sofort und bis auf Weiteres den Busbetrieb in Bremen-Stadt und Bremen-Nord komplett ein. Aktuelle Fahrten werden beendet, dann rücken die Busse auf den Betriebshöfen ein, wie eine Sprecherin der BSAG mitteilte.

Wegen der anhaltenden Schneefälle werden demnach auch mehrere Straßenbahnlinien eingestellt. Aktuell betroffen sind die Linien 5, 8 und 14, wie die Sprecherin mitteilte. Das Problem sei, die Weichen für die Straßenbahnen freizuhalten. Die BSAG konzentriere sich demnach dabei auf Schlüsselbereiche im Netz wie Hauptbahnhof und Domsheide.

Zudem komme es auf allen Linien zu hohen Verspätungen, kurzfristigen Umleitungen und Fahrtausfällen. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung informieren – unter www.bsag.de sowie in der FahrPlaner-App. Telefonisch gebe es Infos über die 24-Stunden-Serviceauskunft des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN) unter Telefon +49 421 596059.

+++ Update 11:53 Uhr +++

Schneeschmelze sorgt für steigende Pegelstände

In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens ist der Schnee sehr schnell weggeschmolzen. Die Temperaturen stiegen etwa rund um Köln auf sieben Grad.

Zu Hochwasser an den Flüssen wird die schnelle Schneeschmelze nach Einschätzung von Experten trotzdem nicht führen. Die Pegelstände sind im Moment überall vergleichsweise niedrig.

Auch an den kleineren Flüssen im Land droht keine Gefahr. "Das, was an Schnee lag, wird nicht dazu führen, dass wir ein Hochwasser bekommen", sagt ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Landesamts für Natur, Umwelt und Klima.

+++ Update 10:26 Uhr +++

Niedersachsen: Regionalzüge stellen Betrieb ein

Erste Regionalzüge stellen ihren Verkehr in Niedersachsen ein. Das Unternehmen Start Niedersachsen teilte mit, dass keine Züge mehr fahren. Start-Züge fahren unter anderem Hannover, Hildesheim, Hamburg und Bremen an. Auch die S-Bahn Hannover hat wegen des Winterwetters bereits den Betrieb eingestellt – sowohl mit Zügen als auch mit Ersatzbussen. In ganz Norddeutschland fahren zudem keine Fernverkehrszüge mehr.

Das Eisenbahn-Unternehmen Erixx wies ebenfalls auf ausfallende und verspätete Züge hin. Langsam aber stetig verschlechtere sich die Situation auf den Strecken, hieß es. Ab Mittag sei vermutlich kein Betrieb mehr möglich. Die Erixx-Züge verkehren zwischen Hannover, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide. Ähnlich äußerte sich das Unternehmen Metronom, das zur gleichen Betreibergesellschaft gehört. Einzelne Verbindungen in den Räumen Hamburg und Bremen sind bereits gestrichen.

+++ Update 10:04 Uhr +++

Immer mehr Flugausfälle in Hannover

Im Flughafen Hannover kommt es wegen des starken Schneefalls durch das Sturmtief "Elli" vermehrt zu Flugausfällen. "Wir hatten heute Morgen drei gestrichene Abflüge. Für den Rest des Vormittags sind noch zwei weitere Abflüge gestrichen", sagte eine Sprecherin um 9:30 Uhr. "Die abfliegenden Maschinen heute Morgen hatten alle leichten Verspätungen" von rund 30 bis 60 Minuten.

Der Flugverkehr laufe aber noch. "Der Winterdienst ist seit den frühen Morgenstunden kontinuierlich im Einsatz, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten."

+++ Update 9:43 Uhr +++

Deutsche Bahn: Fernverkehr im Norden eingestellt

Die Deutsche Bahn stellt wegen des stürmischen Winterwetters den Fernverkehr im Norden Deutschlands bis mindestens Mittag ein. Das teilte das Unternehmen mit. Alle Details findest du HIER im Artikel.

Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover sei bis mindestens Mittag eingestellt, teilte die Bahn mit. "Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich." Der Betriebsstopp sei nötig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen.

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Die Bahn kündigte weiter an, die Fahrgäste an den Bahnhöfen zu versorgen. In Hannover stellt sie Aufenthaltszüge bereit.

Die Bahn hat auf ihrer Webseite eine interaktive Karte mit Ausfällen und Einschränkungen bereitgestellt.

In Niedersachsen legt Sturmtief "Elli" den Zugverkehr lahm.

Bild: Moritz Frankenberg/dpa


+++ Update 9:27 Uhr +++

Blockierte Autobahnen durch Schneechaos

Die winterlichen Straßenverhältnisse sorgen für erhebliche Behinderungen auf den Autobahnen. In Osthessen sind laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert: die A7, die A4 und die A5. Grund sind nach Angaben eines Sprechers festgefahrene und querstehende Lastwagen.

Die A4 ist zwischen Kirchheimer Dreieck und Friedewald (Kreis Hersfeld-Rotenburg) blockiert, die A5 vom Hattenbacher Dreieck bis Alsfeld Ost (Vogelsbergkreis), die A7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld.

Schwerpunkt ist nach Angaben des Sprechers aktuell die A4. Dort haben sich gleich vier Sattelzüge "neben der Fahrspur eingegraben". Auf der A7 war schon am frühen Morgen ein Lkw umgekippt und auf dem Seitenstreifen liegengeblieben. Auf der A5 rutschte ein Sattelzug von der Fahrbahn.

09.01.2026, Hessen, Homberg: Ein LKW liegt nach einem Glätteunfall auf der Autobahn 7 (A7) zwischen Homberg und Bad Hersfeld auf der Seite. In Osthessen sind drei Autobahnen dicht: Festgefahrene Lastwagen blockieren die A7, die A4 und die A5. Foto: Rene Kunze/OSTHESSEN|NEWS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: Mehrere Autobahnen sind nach Glätteunfällen mit LKWs gesperrt.


+++ Update 9:12 Uhr +++

Schnee und Eis sorgen für leere Klassenzimmer

Das heftige Winterwetter sorgt in Niedersachsen und Bremen für viele leere Klassenzimmer. Der Präsenzunterricht wurde in beiden Bundesländern abgesagt. Gründe sind glatte Straßen, starker Schneefall und heftiger Wind, der zu Schneeverwehungen führen kann. Bei solchen Wetterbedingungen ist es schwierig, sicher zur Schule zu kommen.

Statt Unterricht im Klassenzimmer lernen viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene heute zu Hause. Manche treffen Lehrkräfte und Klassenkamerad:innen in einer Videoschalte. Andere haben von ihren Lehrer:innen Aufgaben bekommen und können selbst entscheiden, wann sie diese erledigen. Vor allem an berufsbildenden Schulen gibt es vielerorts Distanzunterricht.

Für die Jahrgänge bis zur zehnten Klasse müssen die Schulen eine Notbetreuung anbieten. Die Einrichtungen sind also nicht geschlossen.

Wintersturm Elli hat weite Teile Nord- und Ostdeutschlands fest im Griff.

Bild: :newstime


+++ Update 8:54 Uhr +++

Bus nahe Koblenz umgekippt

Im Landkreis Mayen-Koblenz ist ein Bus umgestürzt. Nach Angaben der Polizeiinspektion Andernach sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf der Bundesstraße 256 in Höhe Kretz im Einsatz. "Dort musste ein Bus einem anderen Verkehrsteilnehmer ausweichen. Der Bus ist dadurch in den Graben gekommen und umgekippt. Fahrgäste befanden sich nicht in dem Bus."

Die Bundesstraße ist aufgrund der Einsatzmaßnahmen derzeit voll gesperrt. Weitere Details – etwa, ob der Unfall mit den Witterungsverhältnissen zusammenhängt – sind derzeit nicht bekannt.

+++ Update Freitag, 8:44 Uhr +++

Tödlicher Unfall in Bayern

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos sind in Niederbayern zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten – vermutlich wegen des Winterwetters.

Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur. Es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt. Die Straße war bis in den Morgen gesperrt, die Einsatzkräfte waren vor Ort, wie die Polizei erklärte. Zunächst gab es keine weiteren Informationen zu dem Unfall im Landkreis Dingolfing-Landau.

+++ Update 21:53 Uhr +++

Hamburg-Konzerte von Unheilig wegen Witterung abgesagt

Wegen des Winterwetters mit viel Schnee und eisigen Temperaturen sind die beiden Konzerte der Band Unheilig in Hamburg abgesagt worden. Witterungsbedingt sei der Betrieb der Arena untersagt, teilte die Inselparkarena auf Instagram mit. An diesem Donnerstag und Freitag waren Auftritte in der Halle in Hamburg-Wilhelmsburg geplant gewesen. Erst vor rund einem Monat hatte Unheilig dort gespielt.

"Unser Wunsch ist, dass die Konzerte nachgeholt werden", sagte der Graf, Sänger von Unheilig, in einem Video auf Instagram. Die Band ist derzeit auf "Wieder zurück"-Tour und will am 13. März 2026 das neue Album "Liebe Glaube Monster" veröffentlichen. Unheilig hatte sich nach rund zehn Jahren Pause zurückgemeldet.

+++ Update 21:35 Uhr +++

NRW rüstet sich für die klirrende Kälte

Das Wintertief Elli bringt am Wochenende Schnee, Sturm und Glätte nach Nordrhein-Westfalen. Für Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar noch mit Tauwetter von bis zu sechs Grad, der Wind nimmt aber zu und stürmische Böen erreichen bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Am Abend wird es klirrend kalt. Am Samstag und Sonntag wird es der Prognose zufolge überall in Nordrhein-Westfalen durchgehend frieren - am Wochenende sinken die Temperaturen tagsüber auf bis zu minus sieben Grad, nachts auf bis zu minus 13 Grad. Vor glatten Straßen und glatten Gehwegen wird gewarnt.

Am Freitag wird viel Niederschlag erwartet, wobei die Schneefallgrenze im Laufe des Tages immer weiter sinkt - am Abend geht der Regen auch in tieferen Lagen in Schnee über. Tückisch wird die überfrierende Nässe sein. In der Nacht zu Samstag wird es in NRW weiter schneien, im Bergland werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet und in tieferen Lagen bis zu 10 Zentimeter Neuschnee.

+++ Update 20:55 Uhr +++

Nordbahn sagt Zugfahrten am Freitag zunächst ab

Das Eisenbahnunternehmen Nordbahn hat wegen des erwarteten Unwetters am Freitag angekündigt, zunächst alle Fahrten abzusagen. Die Prüfung der Lage werde bis zum Vormittag dauern, teilte die Nordbahn aus Kaltenkirchen mit. Danach solle entschieden werden, wann und wie der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Das Unternehmen kündigte an, Ersatzbusse einzusetzen - sofern das möglich sei.

Die Nordbahn betreibt Züge auf mehreren Regionalstrecken in Schleswig-Holstein - und verbindet beispielsweise Itzehoe mit Hamburg. Laut eigenen Angaben transportiert die Nordbahn täglich üblicherweise mehr als 45.000 Fahrgäste.

+++ Update 16:55 Uhr +++

Wetter-Experte warnt vor "höllischer Glätte" im Südosten

Mit Blick auf morgigen Freitag unterstreicht Georg Haas, Experte bei "wetter.com", die regionalen Unterschiede: Zum einen gebe es im Süden den wärmsten Tag der Woche, "mit Sonnenschein, bis zu zehn Grad und zum anderen im Norden und im Osten zum Teil Schneesturm", erklärt Haas im exklusiven :newstime-Interview. Im Norden und Osten gebe es zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee, "und der wird vom Winde verweht, kann sich dann dementsprechend groß auftürmen". Dies sorge dann für die allergrößten Probleme im Straßenverkehr, im Flugverkehr und mutmaßlich auch bei der Bahn. Möglicherweise könnten auch Schneepflüge gar nicht hinterherkommen.

Hinzu komme dann "auch in Teilen des Südosten Deutschlands noch gefrierender Regen, höllische Glätte", warnt der Wetter-Experte: "Vorsicht ist geboten."

Wetter-Experte Georg Haas weiß: Am Samstag wird die Wetterlage nochmal kritisch.

Bild: newstime


Die gute Nachricht sei, dass es am Sonntag (11. Januar) besser werde. "Die Nacht zum Samstag ist noch mal kritisch mit teilweise kräftigem Schneefall, gefrierender Nässe", so Haas gegenüber :newstime. Am Samstag selbst erwarte er zunächst in der Mitte, später im Süden des Landes nochmal heftigen Schneefall. "Das wird nochmal richtig kritisch, tiefwinterlich, während es im Norden schon sonniger wird."

Nordseeküste: Fährverkehr fast vollständig eingestellt

Die Inselgemeinde Langeoog teilte mit, den Fährverkehr zwischen Festland und Insel am Freitag komplett einzustellen – angesichts möglicher orkanartiger Böen, unwetterartiger Schneefälle und Niedrigwasser.

Auch die Nordseeinsel Wangerooge ist am Freitag nicht per Schiff zu erreichen. Die Deutsche Bahn (DB), die mit einer Tochterfirma den Fährverkehr betreibt, sagte die jeweils zwei geplanten Abfahrten von und zur Insel ab. Keine Fährfahrten gibt es zudem von und zu der Insel Spiekeroog.

Eingestellt wird am Freitag auch der Fährverkehr zwischen der ostfriesischen Insel Juist und dem Festland, sowie der Fährverkehr von und zur Nachbarinsel Norderney.

Die Reederei Baltrum-Linie plant für den Freitagnachmittag je eine Schiffsabfahrt von Baltrum zum Festland und von Neßmersiel Richtung Insel. Auch im Inselverkehr zwischen Emden und der Insel Borkum fallen am Freitag einzelne Fährfahrten aus.

+++ Update 16:12 Uhr +++

In ganz Niedersachsen fällt die Schule aus

Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag (9. Januar) für den regulären Schulbetrieb geschlossen. Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervorgeht.

+++ Update 14:59 Uhr +++

VW legt Produktionspause in Emden ein

Wegen des erwarteten Sturmtiefs Elli lässt VW am Freitag in Emden die Produktion ruhen. Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher auf Anfrage. Zuvor hatte die "Nordwest-Zeitung" berichtet. Ein eigentlich für Ende Januar in Emden geplanter Ruhetag sei auf diesen Freitag (9. Januar) vorgezogen worden.

Grund sei die sich abzeichnende Wetterlage und daraus folgende Probleme für Mitarbeiter und Lieferketten. In Emden werden die Elektromodelle ID.4 und ID.7 gebaut.

+++ Update 14:18 Uhr +++

Sturmflut-Warnung an der Ostsee

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat wegen des erwarteten Oststurms eine Sturmflut-Warnung für die Lübecker und die Kieler Bucht herausgegeben. Sie gilt ab Freitagabend (8. Januar). In der Kieler Bucht und in Flensburg werden bis etwa 1,20 Meter über dem Normalwert erwartet, in der Lübecker Bucht sind es bis zu 1,0 Meter.

In Flensburg könnte der Wasserstand ausreichen, um an tiefer gelegenen Stellen knapp über die Kaikanten zu treten. In Lübeck wird befürchtet, dass das Wasser die Straße Obertrave überschwemmt. Die Stadt Wismar hat Fahrzeughalter dazu aufgerufen, gegebenenfalls ihre Autos aus dem hochwassergefährdeten Gebiet zu entfernen.

Für die Nordsee liegt laut BSH derzeit keine Sturmflut-Warnung vor.

+++ Update 14:00 Uhr +++

Einschränkungen am Hamburger Flughafen

Eis und Schnee führen am Flughafen Hamburg zu Einschränkungen im Luftverkehr. Da auch andere Airports und Drehkreuze von Extremwetter betroffen seien, sei einiges durcheinandergewirbelt worden, sagte eine Sprecherin. Es komme zu teils deutlichen Verspätungen. Die Abflug- und Ankunftstafel des Flughafens zeigte für den Nachmittag aber nur gut eine Handvoll gestrichener Flüge an.

Der Winterdienst am Flughafen sei seit Jahresbeginn bereits im Dauereinsatz, sagte die Sprecherin. Ab einer Schneehöhe von zwei Millimetern müssten die Start- und Landebahnen geräumt werden. Je nach Lage könne dies rund eine halbe Stunde in Anspruch nehmen - bis zu zehnmal am Tag. Des Weiteren führe auch die Enteisung der Maschinen zu Verzögerungen. Sie dauere rund 45 Minuten pro Flugzeug.

Flugreisende wurden aufgefordert, sich vor Abflug bei ihrer Airline über den Status des Fluges zu informieren.

Räumfahrzeuge sind am Flughafen Hamburg im Dauereinsatz.

Bild: Christian Charisius/dpa


+++ Update 13:39 Uhr +++

Fußgänger stirbt nach Unfall mit Streufahrzeug

Ein von einem Streufahrzeug erfasster Fußgänger ist in einem Krankenhaus in Baden-Württemberg gestorben. Der Streufahrzeugfahrer hatte in Villingendorf (Landkreis Rottweil) einen Gemeindeparkplatz geräumt und wollte danach auf die Straße einbiegen, wie die Polizei mitteilte. Dabei erwischte er den 86-jährigen Fußgänger, der auf dem Gehweg unterwegs war. Zunächst galt der Fußgänger als schwer verletzt. Er starb dann am Abend im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen zur Klärung des Unfalls beauftragt.

+++ Update 12:30 Uhr +++

Wo am Freitag am meisten Schnee fällt

In einem Streifen von der Nordsee bis in den Südosten Deutschlands fällt am Freitag (9. Januar) überwiegend Schnee. Dahinter geht der Schnee in der zunehmend milderen Luft im Südwesten in Regen über. Vor allem im Südosten bleibt es noch kalt. Der Regen kann auf dem frostigen Böden gefrieren und zu Glatteis führen.

Der DWD warnt vor Folgen für den Verkehr: "Wind und Schnee in Kombination können dabei durch Verwehungen zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr führen", schreibt der Wetterdienst.

Vor allem im Nordwesten wird am Freitag mit starken Schneefällen gerechnet.

Bild: :newstime


+++ Update 12:01 Uhr +++

Zahlreiche Schulausfälle in Niedersachsen, Bremen und Hamburg

Wegen des anhaltenden Winterwetters mit viel Neuschnee und glatten Straßen fällt an manchen Orten in Niedersachsen in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt.

Am Freitag bleiben in Hamburg und Bremen die Schulen geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht.

In Schleswig-Holstein wird eine Entscheidung über Schulausfälle erwartet. Am frühen Abend solle die Lage im Land abschließend bewertet werden und eine Entscheidung darüber fallen, ob und in welchen Landesteilen Unterricht ausfallen wird, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Vormittag.

Die Schulen in Sachsen-Anhalt haben nach Angaben des Bildungsministeriums wegen des angekündigten Sturmtiefs noch keine Schließungen geplant. "Die Schulen und Schulträger sind vorbereitet", sagte ein Ministeriumssprecher. Je nach regionaler Lage könnten Schulträger, Schulleitungen oder die Beförderungsunternehmen über einen Ausfall entscheiden. Dies werde in Absprache mit dem Landesschulamt getan.

+++ Update 10:30 Uhr +++

Köhlbrandbrücke wieder befahrbar

Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für etwa eineinhalb Stunden für den Verkehr gesperrt worden. Gegen 10:30 Uhr konnte die Brücke auf jeweils einer Fahrspur je Richtung wieder befahren werden, wie die Polizei mitteilte. "Die Lkw-Fahrer müssen dort unbedingt das Überholverbot beachten!", hieß es zudem.

+++ Update 10:16 Uhr +++

Hamburgs Schulen am Freitag geschlossen

Die Schulen in Hamburg bleiben wegen der Witterungsverhältnisse und des erwarteten starken Schneefalls am Freitag (9. Januar) geschlossen. Das teilte die Schulbehörde mit.

+++ Update 10:07 Uhr +++

Hamburg: Köhlbrandbrücke gesperrt

Die Hamburger Köhlbrandbrücke ist wegen des Wetters und rutschiger Fahrbahnen am Vormittag für den Verkehr gesperrt worden. "Aufgrund des starken Schneefalls und der Glätte ist die Köhlbrandbrücke aktuell in beiden Richtungen gesperrt", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Ortskundige Autofahrer:innen wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

+++ Update 10:00 Uhr +++

Nach einem schweren Lastwagenunfall ist die Autobahn 2 nach Hannover nahe der Abfahrt Herford seit dem frühen Morgen gesperrt.

Bild: Christian Müller/dpa


Schwerer Unfall auf A2

Trotz Glätte und Schnees auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen ist der Verkehr am Morgen (8. Januar) im Bundesland meist störungsfrei angelaufen. Dies bestätigten verschiedene Polizeibehörden auf Anfrage.

Einen schweren Lastwagenunfall meldete die Bielefelder Polizei aber auf der A2 bei Herford in Richtung Hannover. Dort kam ein Mensch ums Leben, ein 59 Jahre alter Lastwagenfahrer wurde lebensgefährlich verletzt, als sein Sattelzug auf die Mittelleitplanke stürzte.

+++ Update 9:30 Uhr +++

Trotz Streik: Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen gewährleistet

Trotz eines Streikaufrufs, der auch die Straßenmeistereien im Land betrifft, werden die Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern wie gewohnt vom Winterdienst geräumt. In einer ersten Lageeinschätzung stellte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr nach eigenen Angaben fest, dass der entsprechende Winterdienst im gesamten Bundesland sichergestellt ist.

Am Mittwochabend (7. Januar) hatte die Landesbehörde vor glatten Straßen gewarnt, als Folge eines möglichen Personalausfalls wegen des Streikaufrufs. Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für heute zum Streik aufgerufen. Hintergrund sind demnach die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.

Mögliche personelle Engpässe sollten demnach so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert werden. Nach Aussage eines Behördensprechers wird ein Teil der Räumung sowieso schon an Privatfirmen übertragen.

Trotz eines Streiks bleibt der Winterdienst in Mecklenburg-Vorpommern einsatzfähig.

Bild: Katharina Kausche/dpa


+++ Update 8:53 Uhr +++

Weil Flugzeuge umfangreich enteist werden mussten, hat es am Mittwochabend (7. Januar) am Frankfurter Flughafen erneut wetterbedingte Verzögerungen gegeben. 29 Maschinen durften ausnahmsweise nach 23:00 Uhr starten, wie das hessische Wirtschaftsministerium mitteilte. Der letzte Start erfolgte um kurz vor Mitternacht. Wegen starken Schneefalls hatte es bereits am Montagabend länger Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet gegeben als eigentlich erlaubt. Es waren 22 Starts nach 23.00 Uhr genehmigt worden.

Am Frankfurter Flughafen gelten zwischen 23.00 und 5.00 Uhr Nachtflugbeschränkungen. Verspätete Maschinen dürfen bis Mitternacht landen, wenn etwa schlechtes Wetter der Grund ist. Verspätete Starts sind ebenfalls bis Mitternacht möglich, dafür ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich.

Schulausfall in Niedersachsen

Bereits am Donnerstag (8. Januar) soll wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen ausfallen. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt. Betroffen sind Einrichtungen unter anderem in Wilhelmshaven, Emden und im Landkreis Aurich. Auch auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr sollen die Schüler:innen heute zu Hause bleiben. Es wird nicht ausgeschlossen, dass am Freitag (9. Januar) weitere Schulen auch in anderen Bundesländern dazukommen.

Tagsüber soll es im Nordosten trocken sein und sogar etwas die Sonne scheinen. Sonst bleibt es laut dem DWD stark bewölkt, stellenweise soll es schneien. Zum Nachmittag und Abend hin wird es laut Vorhersage besonders im Süden und Westen zu mehr Niederschlägen kommen. Anfangs Schnee, später soll es im Südwesten gefrierenden Regen geben.

+++ Update 6:30 Uhr +++

Einschränkungen bei der Müllabfuhr

In Niedersachsen und Hamburg wird in vielen Regionen wegen des Wetters der Müll nicht abgeholt, weil Fahrzeuge der Entsorgungsbetriebe wegen glatter Straßen nicht überall durchkommen. Auch in Hamburg gibt es aufgrund von Schnee und Glätte derzeit teils Einschränkungen bei der Müllabfuhr. "Es kommt teilweise zu Einschränkungen in den Nebenstraßen, da diese nicht gefahrlos befahrbar sind und Sicherheit für uns an erster Stelle steht", teilte eine Sprecherin der Stadtreinigung (SRH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Deutscher Wetterdienst

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie

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