Flüge annulliert
Ausnahmezustand an Bayerns Flughäfen: Wetterchaos stoppt Flugverkehr
Veröffentlicht:
von Magdalena FürstEin Flugzeug wird enteist.
Bild: Peter Kneffel/dpa
Das winterliche Wetter sorgt an den Flughäfen in Bayern für Ausfälle. Passagiere müssen sich auf Verzögerungen einstellen.
Zahlreiche Flüge wetterbedingt gestrichen
An den Flughäfen in Bayern haben Airlines zahlreiche Flüge wetterbedingt gestrichen. "Aktuell liegen uns 15 Annullierungen bei 736 geplanten Flugbewegungen aufgrund der Wetterlage vor", teilte ein Sprecher des Flughafens München mit. Am Airport Nürnberg waren für Montag 69 Starts und Landungen geplant – davon waren am Vormittag bereits 4 Flugbewegungen annulliert.
Ziel: schnee- und eisfrei
An den drei Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen sind täglich Hunderte Flugzeuge zu enteisen, wenn Schnee und Kälte dominieren. Zudem müssen Start- und Landebahnen, Vorfelder und Rollwege geräumt werden, um einen sicheren Flugbetrieb zu ermöglichen.
Allein die zwei Start- und Landebahnen, Vorfelder und Rollwege am Flughafen München umfassen rund 5,6 Millionen Quadratmeter. "Die Bahnen werden wechselseitig geräumt, sodass immer mindestens eine Bahn für den Flugbetrieb zur Verfügung steht", erklärte der Flughafen-Sprecher. "Alle Flugzeuge müssen vor dem Start aus Sicherheitsgründen enteist werden."
In Nürnberg misst die Startbahn 2.700 mal 45 Meter. Insgesamt seien dort rund 618.000 Quadratmeter Flugbetriebsflächen freizuhalten, teilte der Flughafen mit.
Verzögerungen durch andere Flughäfen
Die Deutsche Flugsicherung könnte zudem bei schlechter Sicht die Kapazitäten der Bahnen für Starts und Landungen reduzieren. Einschränkungen oder Verzögerungen an anderen Flughäfen könnten darüber hinaus auch Auswirkungen auf den Flughafen München haben. Passagiere sollten sich darauf einstellen.
Am Frankfurter Flughafen etwa waren am Morgen angesichts von Schneefall und Glatteiswarnungen zahlreiche Flüge gestrichen worden.
Der Montag soll laut Wettervorhersage in vielen Teilen Bayerns gefrierenden Regen und Glatteis bringen. Wegen der Gefahr rief der Deutsche Wetterdienst die zweithöchste Unwetterwarnstufe für den gesamten Freistaat aus.
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