Mit Luftkissen und Schlepper

LIVE: Rettung von Buckelwal Timmy läuft – verfolge die private Aktion in der Ostsee

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Rettungsversuch für Buckelwal Timmy

Videoclip • 02:13 Min • Ab 12


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Eine Privatinitiative hat mit der Rettung von Wal Timmy vor der Ostseeinsel Poel begonnen. Der Wal soll via Luftkissen angehoben und dann transportiert werden. Hier im Livestream verfolgen.

Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal Timmy hat der neue Rettungsversuch am Donnerstag (16. April) begonnen. Umgesetzt wird das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut Umweltministerium die Verantwortung trägt.

Bisher wurde der Wal bei der Rettungsaktion von Helfer:innen zunächst mit Wasser bespritzt. Nun wird versucht, Luftkissen unter das Meerestier zu schieben, um Timmy schonend anzuheben. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ordnete dazu bereits ein, die Luftkissen würden auch dazu dienen, Schlick unter dem Wal wegzuspülen. Der Wal soll anschließend auf einer Plane zwischen zwei Schwimmkörpern in die Nordsee beziehungsweise den Atlantik transportiert werden.

Verfolge die Rettungsaktion für Wal Timmy HIER live und kostenlos im Joyn-Livestream:


Gehe alles gut, könne der Transport aus der Region am Freitag (17. April) beginnen, sagte Backhaus. Ein Schlepper soll die beiden Pontons bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.

Hinter dem Konzept stehen neben dem Mediamarkt-Gründer Walter Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist. Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte Gunz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet." Walter Gunz finanziert den neuen Rettungsversuch für Buckelwal Timmy.

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Luftkissen sollen Timmy anheben

Seit Wochen bewegt das Schicksal des gestrandeten Buckelwals viele Menschen. Seit dem 31. März liegt das Tier in etwa 1,50 Meter Wassertiefe vor Poel.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte sich am Donnerstag in Stralsund mit Expert:innen über den Wal austauschen. Steinmeier führt seine Amtsgeschäfte diese Woche drei Tage lang von Stralsund aus – als 18. Station der Reihe "Ortszeit Deutschland", mit der der Bundespräsident Eindrücke abseits der Metropolen sammeln will.

Zuletzt sah alles danach aus, dass die Reise des Wals vor der Insel Poel enden würde. Expert:innen hatten erklärt, dem kranken und geschwächten Tier könne nicht sinnvoll geholfen werden. Es sei das Beste, ihn in Ruhe und Würde sterben zu lassen. Bei einer Pressekonferenz in Schwerin kündigte Backhaus am Mittwoch (15. April) dann eine Kehrtwende an.

Demnach gab er grünes Licht für ein Rettungskonzept, das vorsieht, den Wal lebend zu bergen und bis in die Nordsee und gegebenenfalls in den Atlantik zu bringen. "Insofern tritt jetzt eine neue Situation ein", sagte Backhaus. Er sei zwar noch vorsichtig, aber "doch ziemlich glücklich".


Schlepper sollen Timmy abtransportieren

Den Angaben zufolge soll der Bereich unter den Brustflossen des Wals, den Flippern, zunächst freigespült werden. Anschließend soll das Tier mit Hilfe von Luftkissen angehoben und eine Plane unter das Tier geführt werden. Auf dieser zwischen zwei Pontons gespannten Plane soll der Wal dann abtransportiert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons ziehen. Dieses ambitionierte Vorhaben sei in seiner Form nach seiner Kenntnis einzigartig, sagte Backhaus.

"Er ist nicht aktiv, er ist erst recht nicht agil, aber er zeigt, dass da Leben noch drinsteckt", sagte auch Backhaus nochmals. "Er hat sicher schwere Schäden, das ist so." Aber vielleicht gelinge die Rettung dennoch.

Die Verantwortung für die Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell. "Die haben unser Haus komplett freigestellt."

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Verwendete Quellen:

Regierung Mecklenburg-Vorpommern: "PRESSEEINLADUNG: Privatinitiative will gestrandeten Wal vor Poel retten"

Nachrichtenagentur dpa

Bild: "Timmy soll mit Luftkissen gerettet werden"

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