Wettertrend

Kommt die nächste Hitzewelle oder bleibt der Sommer wechselhaft?

Aktualisiert:

von Nadine von Parseval

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35 Grad am Wochenende: Doch wie geht der Sommer im August weiter?

Videoclip • 01:06 Min • Ab 12


Der Sommer zeigt sich weiter von seiner wechselhaften Seite. Nach einem kurzen Hitzehoch mit Temperaturen bis zu 35 Grad rechnen Meteorolog:innen erneut mit einer Abkühlung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Wochenende steigen die Temperaturen regional auf bis zu 35 Grad.

  • Bereits ab Sonntag wird es vielerorts wieder deutlich kühler.

  • Für den August zeigen die Wettermodelle unterschiedliche Entwicklungen.

Wer sich schon auf eine längere Hitzewelle eingestellt hat, muss sich wohl noch gedulden. Zwar steigen die Temperaturen am Wochenende regional noch einmal auf bis zu 35 Grad. Doch nach aktuellem Stand folgt schon kurz darauf der nächste Wetterumschwung. Auch für den August bleibt die Lage spannend. Während sich Meteorolog:innen bei den Temperaturen weitgehend einig sind, gehen die Prognosen beim Regen deutlich auseinander.

Noch einmal Sommerhitze zum Wochenende

Nach den zuletzt kühlen Tagen kehrt die Wärme zunächst zurück. Mit den Hundstagen steigen die Temperaturen ab Donnerstag wieder an. Bereits am Freitag werden vielerorts rund 30 Grad erwartet, im Südwesten sind am Samstag sogar Spitzenwerte von bis zu 35 Grad möglich. Für eine klassische Hitzewelle reicht das nach derzeitigem Stand allerdings nicht. Schon am Sonntag soll deutlich kühlere Luft nach Deutschland strömen.


Wettersturz beendet die Hitze schnell

Der Temperaturanstieg bleibt voraussichtlich nur von kurzer Dauer. Zum Wochenstart rechnen Wettermodelle erneut mit einer spürbaren Abkühlung. Vor allem im Norden und Osten wird es wieder deutlich frischer. Im Westen und Süden bleibt es dagegen vielerorts sommerlich warm. Tropische Nächte mit dauerhaft hohen Temperaturen werden zunächst nicht erwartet.

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Wie wird der August?

Ein Blick auf die langfristigen Wettermodelle zeigt ein gemischtes Bild. Einig sind sich das europäische Wettermodell ECMWF und das US-Modell NOAA darin, dass der August insgesamt eher wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen dürfte.

Beim Niederschlag unterscheiden sich die Berechnungen allerdings deutlich. Während das NOAA-Modell einen eher nassen August erwartet, geht das ECMWF von einem vergleichsweise trockenen Monat aus.

Auch Wetterexperte Dominik Jung rechnet nicht mit einer langen Hitzewelle. "Wahrscheinlicher ist ein Wechselspiel aus warmen bis heißen Phasen und Zwischenabkühlungen, kein durchgehender Hitzemonat wie 2018 oder 2022", erklärte er gegenüber der "Münchner Abendzeitung".


Dürre bleibt trotz Abkühlung ein Problem

Unabhängig davon, ob es im August häufiger regnet oder trocken bleibt, bleibt die Lage beim Wasser angespannt. Viele Flüsse wie Rhein und Donau führen bereits deutlich weniger Wasser als üblich.

Auch die Grundwasserstände bereiten Expert:innen Sorgen. "Die Grundwasserstände sind derzeit fast überall in Deutschland deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau", sagt Andreas Marx, Leiter des Dürremonitors am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, im Deutschlandfunk.

Der Grund sei nicht allein die Hitzewelle im Juni. Vielmehr habe es in den vergangenen Monaten insgesamt zu wenig geregnet. Dadurch konnten sich Böden und Grundwasser kaum erholen. Selbst mögliche Niederschläge in den kommenden Wochen dürften daran nach Einschätzung der Expert:innen nur wenig ändern.

Bis zum Wetterwechsel am Wochenende gelten die Vorhersagen als vergleichsweise zuverlässig. Für die Zeit danach ist die Entwicklung allerdings noch offen. Meteorolog:innen weisen darauf hin, dass sich die Wettermodelle in den kommenden Tagen noch verändern können.


Verwendete Quellen:

euronews.: "August: Kommt der nächste Hitzehammer oder fällt der Sommer ins Wasser?"

Focus Online The Weather Channel: "35 Grad am Wochenende: Kommt jetzt die nächste Hitzewelle?"

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